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Die Senatorin für Finanzen

Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder: Finanzsenator Dr. Nußbaum versteigert Raritäten

28.04.2006

Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder: So könnte das Motto der Versteigerung lauten, für die Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum am Dienstag, 2. Mai, ab 19 Uhr im Bremer Presse-Club (Schnoor 27/28) den Auktionshammer schwingt. Zugunsten des Bildungs- und Sozialfonds Bremer Journalisten werden am Vorabend zum "Internationalen Tag der Pressefreiheit" Raritäten versteigert, die es nicht zu kaufen gibt. So beispielsweise historische Schnappschüsse bekannter Bremer Pressefotografen, die Heuss mit Kaisen im Kuhstall, die Jubiläums-"Isabella" bei Borgward und Elvis Presley bei seiner Ankunft in Bremerhaven zeigen. Nirgendwo zu bekommen ist ansonsten auch ein Besuch am Tatort-Set von Radio Bremen, eine ganz private Lesung mit Autorin Truxi Knierim oder der Al-Capone-Hut von Krimi-Macher Jürgen Alberts. Ein "Leckerbissen" für Bremensien-Fans ist sicher das Original-Gemälde einer Stadt im Roussillon aus dem Atelier der Bremer Ehrenbürgerin und Ex-Bürgermeisterin Annemarie Mevissen.

Da die Aktion von Geschichten und Anekdoten begleitet wird, verspricht der Abend einen unterhaltsamen Blick in Bremens Pressegeschichte. Bereits um 18 Uhr ist das Thema ernsthafter, aber nicht weniger interessant. Dann unterhält sich Radio-Bremen-Journalist Theo Schlüter ein Stockwerk höher im Presse-Club eine Stunde mit dem langjährigen ARD-Korrespondenten für Asien, Jürgen Bertram. Es geht um Einschaltquoten und Qualität im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, um den Einfluss der Politik auf die Sender und journalistische Arbeit. Hintergrund ist das neue Buch von Bertram, das im Fischer Taschenbuch Verlag erschienen ist: "Mattscheibe - das Ende der Fernsehkultur". Die Gäste sind herzlich zum Gespräch eingeladen. Um 19 Uhr geht es dann für alle Interessierten zur Versteigerung ins Erdgeschoss.

Den Internationalen Tag der Pressefreiheit hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1991 auf Vorschlag der UNESCO ausgerufen. Er erinnert an die "Erklärung von Windhoek", die betont, dass freie, pluralistische und unabhängige Medien ein wesentlicher Bestandteil jeder demokratischen Gesellschaft sind. Darauf bezieht sich auch der Abend in Kooperation mit dem Bremer Presse-Club. Die Botschaft lautet: Jeder Journalist muss überall das Recht haben, frei und ohne Angst berichten zu können. Der Erlös des Abends ist für Journalistinnen und Journalisten im Land Bremen bestimmt, die durch Schicksalsschläge in existenzielle Not geraten sind.


Der Vorsitzende des Bremer Presse-Clubs, Rolf Sauerbier, und Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum zeigen Raritäten, die am Dienstag meistbietend versteigert werden: einen Hut von Krimi-Autor Jürgen Alberts, ein Werder-Trikot mit den Unterschriften der Mannschaft und ein historisches Foto mit Theodor Heuss und Wilhelm Kaisen im Kuhstall in Borgfeld. Foto (honorarfrei): bpc