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Die Senatorin für Finanzen

Senat beschließt IT-Strategie

07.05.2014

Verwaltung ohne den Einsatz von IT (Informationstechnik) ist nicht mehr vorstellbar. Der Einsatz moderner Hard- und Software schreitet voran. Das zentrale Bremer IT-Budget beträgt 2014 rund 48,4 Millionen Euro. Der Senat hat gestern (06.05.2014) Leitlinien für die Bremer IT-Strategie der kommenden Jahre beschlossen. "Die Bedeutung der IT für den öffentlichen Dienst wird weiter zunehmen. Wir wollen beispielsweise durch die flächendeckend eingeführte elektronische Akte und ein zentrales Dokumentenmanagement die Arbeit effizienter organisieren und durch ressort- und länderübergreifende Kooperationen Kosten senken. Der Einsatz moderner IT ermöglicht, die staatlichen Aufgaben auch mit weniger Personal zu bewältigen", erläutert Finanzsenatorin Karoline Linnert. Sie fügt hinzu: "Wir fangen nicht bei Null an, wollen aber noch besser werden. Die Anstalt öffentlichen Rechts Dataport, ein Zusammenschluss von sechs Bundesländern – darunter Bremen, wurde gegründet, um Synergieeffekte zu erreichen. Mit Erfolg – dadurch wurden beispielsweise deutliche Preisvorteile beim Einkauf von Computern erreicht."

Ziele der bremischen IT-Strategie:

  • Die öffentliche Verwaltung arbeitet elektronisch. Akten, Vorgänge und Registraturen sind in einem Dokumentenmanagementsystem für alle Behörden und Ämter gespeichert.
  • Rechnungen werden nur noch elektronisch entgegengenommen und bezahlt.
  • Die Beschäftigte arbeiten mit moderner Hardware, sind mobiler, Tablets und Smartphones werden Standard.
  • Die Gesundheit der Beschäftigten wird geschützt und es gibt klare Regeln zum Schutz vor ständiger Erreichbarkeit.
  • Bremens Eigenbetriebe und Gesellschaften sowie BHV werden eingebunden in eine gemeinsame IT-Strategie.
  • Green IT, Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit sind gewollt, der Stromverbrauch wird gesenkt und sozialverantwortliche Produktionsbedingungen werden gefördert und bei Vergaben berücksichtigt.
  • Informationen sollen im Netz leichter gefunden werden. IFG-Register, Gesetzesportal, das IT-System-Bürgerservice, Open-Data-Portal und der Auftritt der Bremer Verwaltung bei bremen.de werden in einem neuen Webauftritt zusammengefasst, in dem alle Dienststellen, Dienstleistungen, Dokumente und verfügbare Daten stehen.
  • E-Government-Angebote werden weiter entwickelt.
  • Ein Online-Terminmanagementsystem für alle bremischen Behörden wird eingeführt.
  • Der Standortfaktor IT bleibt erhalten: Die Bremer Dataportniederlassung (aktuell 160 Beschäftigte) bietet die Chance, weitere Arbeitsplätze in Bremen anzusiedeln.
  • Die regionale IT-Wirtschaft erhält durch entsprechend kleinteilige Ausschreibung die Chance, Aufträge zu erhalten.
  • Neue IT-Programme sollen vermehrt mit anderen norddeutschen Ländern entwickelt werden.

"Diese Ziele beinhalten einen umfangreichen Arbeitsauftrag. Es wird Jahre dauern, alles umzusetzen", erläutert Karoline Linnert. "Verwaltungsmodernisierung ist und bleibt eine Daueraufgabe. Die Neuordnung der Aufgabenwahrnehmung steht ganz oben auf der Agenda des Senats. Eine große Rolle spielt dabei der IT-Einsatz."

Datenschutz wichtiger denn je
Die Anforderung an Sicherheit und Verlässlichkeit der Datenverarbeitung steigen. Karoline Linnert betont: "Der Schutz der persönlichen Daten der Bürgerinnen und Bürger sowie der Beschäftigten genießt höchste Priorität. Wir müssen unser Informationssicherheitsmanagement kontinuierlich ausbauen. Gut für Bremen, dass wir hier keine Insellösungen erarbeiten, sondern mit anderen Ländern eng zusammenarbeiten."

Download: Informationstechnologie Strategie der Freien Hansestadt Bremen, 2014 (pdf, 1.4 MB)