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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Bremens Mittelstand in guter Form

Senator Günthner legt Deputation einen umfassenden Bericht zur Lage der Unternehmen in Bremen vor

12.03.2014

Der Mittelstand ist die stabile Säule der insgesamt positiven Wirtschaftsentwicklung im Land Bremen. Zu diesem Ergebnis kommt der Mittelstandsbericht 2013, den der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen jetzt der zuständigen Fachdeputation vorgelegt hat. Und der Blick in die Zukunft stimmt grundsätzlich optimistisch. Denn 80 Prozent der bremischen KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) ist mit der Auftragslage zufrieden, davon halten knapp 40 Prozent diese für gut und sieben Prozent für sehr gut.

Senator Martin Günthner: „Der starke Mittelstand in unserem Bundesland bildet die gute Basis, um mit Zuversicht in die Zukunft zu sehen. Im Land Bremen sind wir in vielen Wirtschaftssektoren gut aufgestellt. Die Branchen und Cluster sind eng vernetzt. Stabile außenwirtschaftliche Beziehungen bleiben ein Spezifikum der bremischen Wirtschaft. Die Studie verdeutlicht, dass die Zufriedenheit mit dem Standort insgesamt erfreulich hoch ist.“

Der zweite Mittelstandsbericht für das Land Bremen stellt ein umfassendes Datenmaterial zur Struktur und aktuellen Situation der mittelständischen Wirtschaft in der Freien Hansestadt Bremen zur Verfügung und bietet als Schwerpunktthema eine Analyse über die Bedeutung von unternehmensnahen Dienstleistungen im Land Bremen.

Die wesentlichen Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • 99,2 % der rund 22.600 Unternehmen sind dem Mittelstand zuzurechnen.
  • Der Gesamtumsatz in 2011 belief sich auf 64,9 Mrd. Euro.
  • Die vorherrschende Branchengruppe stellt im Land Bremen der Handel mit Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen dar.
  • 76,9 % der bremischen Beschäftigten sind in KMU beschäftigt. Dies sind 0,7 % mehr als im Bundesschnitt.
  • Die Beschäftigungsentwicklung entspricht mit plus 4,9 % (2009 bis 2012) ungefähr der Entwicklung im Bundesdurchschnitt (+ 5 %).
  • Die Ausbildungsintensität liegt mit 5 % im Bundesdurchschnitt und ist am stärksten bei den kleinen Betrieben (10 - 19 Beschäftigte) sowie im Bau- und im Gastgewerbe vertreten.
  • Themen wie Weiterbildung, lebenslanges Lernen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewinnen für Unternehmen zunehmend an Bedeutung.
  • Im Land Bremen wurden seit dem Jahr 2009 im Jahresdurchschnitt rund 1.900 Unternehmen gegründet und circa 1.600 wieder geschlossen.
  • Die Arbeitslosenquote liegt mit knapp 10,5 % in Bremen und rund 15 % in Bremerhaven deutlich über dem Bundesdurchschnitt, wobei die Verteilung auf die Geschlechter relativ ausgeglichen ist.

Nachjustierungen empfehlen die Gutachter in einigen ressortübergreifenden Handlungsfeldern. So habe die repräsentative Befragung der Unternehmen ergeben, dass bei einem besseren Fachkräfteangebot die Beschäftigung in den letzten eineinhalb Jahren um rund vier Prozent hätte ausgeweitet werden können. Deshalb werden Vorschläge zum bremischen Bildungssystem und zur Realisierung von Fachkräftepotenzialen (Beruf und Familie, Migranten) gemacht.

Im Hinblick auf die Standortkosten wurden die Bodenpreise, die Büro- und Ladenmieten die Gewerbesteuer und die Grundsteuer B betrachtet. Empfohlen wird eine Politik, die auf einen attraktiven Mix aus Büro- und Wohnnutzung, die Weiterentwicklung der BID-Konzepte und die Festschreibung der aktuellen Steuerhebesätze setzt.

Im Hinblick auf die Erreichbarkeit werden unter anderem Verbesserungsmöglichkeiten im überregionalen Schienenfernverkehr, im Flugverkehr und durch den Ringschluss der A 281 benannt.

[LINK82925; Der Mittelstandsbericht Bremen als PDF-Download.]