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Senatskanzlei

Böhrnsen würdigt das friedenspolitische Engagement von Pastor Ulrich Finckh

28.11.2012

Pastor Ulrich Finckh (i.R.) ist heute (28.11.2012) im Kaminsaal des Bremer Rathauses für sein großes friedenspolitisches Engagement geehrt worden. Bürgermeister Jens Böhrnsen würdigte Finckh vor zahlreichen Gästen und Wegbegleitern als einen zutiefst dem Frieden und dem friedlichen Miteinander der Menschen verpflichteten Mann. „Der Senat dankt für eine fast unglaubliche Lebensleistung.“ Die Kriegsdienstverweigerung, die Ablehnung von Kriegsdienst mit der Waffe sei für ihn nicht nur eine individuelle Gewissensfrage, sondern auch ein politischer Akt gewesen.

Bürgermeister Jens Böhrnsen würdigt Pastor (i.R.) Ulrich Finckh (1. Reihe Mitte), jpg, 162.8 KB
Bürgermeister Jens Böhrnsen würdigt Pastor (i.R.) Ulrich Finckh (1. Reihe Mitte)

Böhrnsen dankte Finckh dafür, dass dieser seinen Weg stets aufrecht und gradlinig gegangen sei und sich nie von seiner Überzeugung und seinem Weg abbringen lassen habe. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass die Bremerinnen und Bremer ihn in den friedensbewegten Zeiten der ausgehenden 70er und der 8oer Jahre bei vielen politischen Anlässen haben erleben können. Böhrnsen: „Sie waren Gallionsfigur und Motor der Friedensbewegung.“

Pastor Ulrich Finckh ist Mitinitiator des Sozialen Friedensdienstes Bremen und seit dessen Gründung im Jahre 1971 Vorstandsmitglied. Anfang Dezember war der ehemalige Pastor aus dem Vorstand ausgeschieden. Finckh hatte zudem von 1971 bis 2003 das Amt des Vorsitzenden der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen (Zentralstelle KDV) inne und engagierte sich im Beirat für den Zivildienst. 1979 war er Mitbegründer der Gustav Heinemann-Initiative, in deren Bundesvorstand er jahrelang mitarbeitete. 1984 wurde Finckh mit dem Fritz Bauer Preis der Humanistischen Union ausgezeichnet.

Foto: Senatspressestelle