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Senatskanzlei

Bundesweites Netzwerktreffen Faire Beschaffung in Bremen

05.03.2020

Immer mehr Kommunen und Landkreise setzen sich für ökologische und soziale Kriterien in Beschaffungsprozessen ein. Bremen gilt in diesem Bereich als Vorreiter. Durch eine nachhaltige Beschaffung leistet die Hansestadt einen Beitrag zur globalen Gerechtigkeit und zum Klimaschutz.

Reges Interesse beim Austausch über Faire Beschaffung im Forum K das Roten Kreuz Krankenhauses in Bremen
Reges Interesse beim Austausch über Faire Beschaffung im Forum K das Roten Kreuz Krankenhauses in Bremen

Am 4. und 5. März 2020 (Mittwoch und Donnerstag) trafen sich in Bremen 80 Verantwortliche von Kommunen aus ganz Deutschland im Forum K das Roten Kreuz Krankenhauses, um sich über aktuelle Entwicklungen in der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung auszutauschen. Aus den Städten Bremen, Nürnberg, Halle (Saale) und Leipzig wurden aktuelle Praxisbeispiele vorgestellt. Bremen wurde dabei durch Vertreterinnen und Vertretern des Einkaufs- und Vergabezentrums von Immobilien Bremen vertreten, die für die öffentliche Hand Rahmenverträge mit nachhaltigen Produktstandards abschließen.

Dr. Olaf Joachim, Staatsrat in der Senatskanzlei für Medien, Internationales und Entwicklungszusammenarbeit, eröffnete das Netzwerktreffen und erläuterte dessen Relevanz: „Bei uns in Bremen spielt das Thema faire Beschaffung schon lange eine wichtige Rolle. Als Hansestadt profitieren wir seit dem Mittelalter vom überregionalen und auch internationalen Handel. Diese Identität ist für uns heute die Motivation, den Handel fair und nachhaltig zu gestalten, sodass alle Beteiligten weltweit davon profitieren können.“

Das Netzwerktreffen findet jährlich an wechselnden Orten in Deutschland statt und wurde von der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgerichtet.

Diskutiert wurde bei dem Treffen außerdem über die Vermeidung von sogenannten Konfliktrohstoffen bei Ausschreibungen im Bereich der Informationstechnologie (IT). Das sind Rohstoffe, die in Kriegs- oder Krisengebieten abgebaut werden. Außerdem wurde sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit – vom Lieferkettengesetz bis zum Klimanotstand - ausgetauscht. Als Best-Practice-Beispiel aus Bremen wurde das Thema „Nachhaltige Veranstaltungen“ präsentiert. Ein tagesaktuelles Thema, fand doch parallel am heutigen Donnerstag (5. März) in der Shakespeare Company die Auftaktkonferenz zum „Netzwerk Nachhaltiger Veranstalter“ in Bremen statt - initiiert vom Kulturnetzwerk Vis-a-Vis und eröffnet von Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

In seinem Grußwort unterstrich Bürgermeister Bovenschulte: „Öffentliche Veranstaltungen und Feste stellen einen besonders effektiven Weg dar, um mehr Nachhaltigkeit zu realisieren. Zum einen können bei der Durchführung selbst Ressourcen gespart und die CO2-Belastung reduziert werden. Zum anderen können über Veranstaltungen aber auch die anwesenden Gäste erreicht und für Belange der Nachhaltigkeit sensibilisiert werden.“

Pressekontakt:
Johanna Reimers, Senatskanzlei
johanna.reimers@ez.bremen.de
0421 361 2878
Mobil: 01573 7510232

Foto: Kerstin Rolfes