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Jerome Kohn und Roger Berkowitz sind Hannah-Arendt-Preisträger für politisches Denken 2019

18.07.2019

Am 6. Dezember 2019 überreichen der Vorstand des Hannah Arendt Preis für politisches Denken e.V., der Bremer Senat und die Heinrich Böll-Stiftung, den "Hannah Arendt-Preis für politisches Denken 2019" (um 18 Uhr im Bremer Rathaus) an die amerikanischen Wissenschaftler Jerome Kohn und Roger Berkowitz.

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Roger Berkowitz | Foto (honorarfrei) Credit: Doug Menuez

Die Jury hat hervorgehoben, dass Jerome Kohn das Werk Hannah Arendts, insbesondere ihre unveröffentlichten Schriften, einer weltweiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Als langjähriger Freund und Mitarbeiter Arendts an der New School in New York hat er ihre so ungewöhnliche wie produktive Denkweise gleichsam im Entstehen erlebt. In Interviews, Artikeln und Vorträgen, in den USA und in Europa, hat er immer wieder auf Arendts Überzeugung hingewiesen, dass die BürgerInnen es in ihrer Hand haben, mit Zuspruch und Widerspruch darüber zu urteilen, was gut und was schlecht für die Gesellschaft und ihre BürgerInnen ist – und für das Gemeinwohl zu handeln.

Roger Berkowitz, Rechts- und Politikwissenschaftler, ist akademischer Direktor des Hannah Arendt Center am Bard College (NY). Mit der Gründung dieses Zentrums hat Berkowitz einen Ort geschaffen, an dem Studierende das Denken Hannah Arendts kennenlernen - und an dem sich ForscherInnen und PolitikerInnen aus aller Welt treffen, um über den Kurs der Politik in der unruhigen Welt von heute zu streiten. Es ist sein Verdienst, dass das Hannah Arendt Center zu einem Ort der politischen Begegnung und des fruchtbaren Streits geworden ist. Seine öffentlichen Interventionen sorgen dafür, dass die Frage immer aktuell bleibt: Wie kann man lernen zu verstehen, was in der Welt von heute geschieht? Wie kann man handeln?
Beide, Jerome Kohn und Roger Berkowitz, haben Arendts Denken lebendig gehalten und ermutigen die nächste Generation, Verantwortung zu übernehmen für das, was in ihrem Namen geschieht.

Der Hannah-Arendt-Preis wird von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird an Personen verliehen, die mit einer mutigen Intervention das "Wagnis Öffentlichkeit" annehmen. Die Laudatio auf Jerome Kohn und Roger Berkowitz hält Antonia Grunenberg. Sie ist Professorin für Politische Wissenschaft und Leiterin des Hannah Arendt-Zentrums an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg und lebt seit ihrer Emeritierung als Publizistin in Berlin.

Thema, des der Preisverleihung folgendem Kolloquium am 7. Dezember im Institut Français wird sein: Politischer Liberalismus in unruhigen Zeiten.
Mehr Informationen: www.hannah-arendt-preis.de

Kontakt und Ansprechpartner für die Medien:
Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich Böll Stiftung, Peter Rüdel, Carl-Ronning-Str. 9, 28195 Bremen, T. 0171 7495 771, E-Mail: ruedel.boell@arcor.de