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Senatskanzlei

"Gemeinsam für eine starke Demokratie" – Bürgermeister Sieling begrüßt 450 Gäste zum Neujahrsempfang des Senats

16.01.2019
Empfang für die Konsularkorps aus Bremen und Hamburg: Bürgermeister Sieling (1. von li.) mit der Generalkonsulin Oksana Tarasyuk, Doyenne aus Hamburg (3. von li.) und dem Doyen aus Bremen, Honorarkonsul Hans-Christoph Enge (4. von li.), jpg, 45.2 KB
Empfang für die Konsularkorps aus Bremen und Hamburg: Bürgermeister Sieling (1. von li.) mit der Generalkonsulin Oksana Tarasyuk, Doyenne aus Hamburg (3. von li.) und dem Doyen aus Bremen, Honorarkonsul Hans-Christoph Enge (4. von li.)

Zum Neujahrsempfang des Senats der Freien Hansestadt Bremen hat der Präsident des Senats, Bremens Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, heute (Mittwoch, 16. Januar 2019) wieder rund 450 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Landes in der Oberen Rathaushalle begrüßt. Der Neujahrsempfang, zu dem traditionell auch die Konsularischen Korps aus Bremen und Hamburg eingeladen waren, stand auch unter dem Eindruck des tragischen und so sinnlosen Attentats auf den Stadtpräsidenten und Bürgermeister, Pawel Adamowicz, von Bremens Partnerstadt Gdansk. Noch einmal griff Bürgermeister Sieling diesen bestürzenden Vorfall auf: "Am Montag hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass unser Freund Pawel Adamowicz Opfer eines Attentats geworden ist und diesen Angriff nicht überlebt hat. Pawel Adamowicz stand für ein weltoffenes und liberales Polen. Für ein Europa der Völkerverständigung, für eine offene und tolerante Gesellschaft."

Bürgermeister Carsten Sieling begrüßt die rund 450 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Landes in der Oberen Rathaushalle zum Neujahrsempfang des Senats, jpg, 120.6 KB
Bürgermeister Carsten Sieling begrüßt die rund 450 Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen des Landes in der Oberen Rathaushalle zum Neujahrsempfang des Senats

In seiner Neujahrsrede ging Carsten Sieling zudem auf die Bedeutung Europas und auf Bremens Zukunft ein: "Am 26. Mai wird in Bremen nicht nur die Bürgerschaft neu gewählt. Zugleich findet auch die Europawahl statt. Wir alle hier wünschen uns, dass diese Wahl Europa stärkt. Denn Europa ist immer noch - trotz aller Krisen - das größte und erfolgreichste Friedensprojekt der Welt. Es steht für Menschenrecht und Humanität, für Zivilisation und Kultur, für Rechts- und Sozialstaatlichkeit, für Presse- und Meinungsfreiheit, für kulturelle und religiöse Vielfalt, für die Achtung der Menschenwürde. Europa braucht gerade heute viele Botschafter und Fürsprecher, die für die großartige europäische Idee eintreten. Deshalb meine Bitte auch an Sie: Werben Sie für Europa!"

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Musikalisch wurde der Neujahrsempfang von den Bremer Philharmonikern unter der Leitung von Marko Letonja

Mit Blick auf das Land Bremen sagte Bürgermeister Sieling: "Bremen und Bremerhaven können mit Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft blicken: Wirtschaftlich sind wir die Nummer eins im Norden. Die Arbeitslosigkeit geht zurück und in den letzten Jahren sind in unseren beiden Städten mehr als 50.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Ab dem kommenden Jahr stehen uns jährlich rund 500 Millionen Euro zusätzlich in unserem Haushalt zur Verfügung. Die neuen Gestaltungsspielräume werden wir dafür nutzen, die Stärken unseres Stadtstaates weiter auszubauen."

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Radio Bremen-Intendant Jan Metzger hob in seiner Festrede die Rolle und die Verantwortung der Medien hervor

Radio Bremen-Intendant Jan Metzger hob in seiner Festrede die Rolle und die Verantwortung der Medien als sogenannte "vierte Gewalt" in der Demokratie hervor. Dabei ergänzte er das Motto des Neujahrempfangs "Demokratie braucht Demokrat*innen" mit der Feststellung: "Demokratinnen und Demokraten brauchen auch freie Qualitätsmedien." Aber, so Metzger selbstkritisch, die Medien – Verlage wie Rundfunkhäuser – müssten sich auf die verändernden Rahmenbedingungen für publizistisches Wirken, insbesondere hervorgerufen durch Internet und soziale Medien, besser einstellen. Sonst verlöre man die –nach einer Studie - immerhin rund 80 Prozent Reichweite der öffentlich-rechtlichen Anstalten bei jungen Menschen. Man müsse noch viel schneller auf Hetze und Hass im Netz mit solidem journalistischen Handwerk, aber auch mit neuen Kommunikationstechniken reagieren, so Metzger unter anderem.

Hinweis: Die Neujahrsrede von Bürgermeister Carsten Sieling gibt es hier (pdf, 397.9 KB) im Download.

Fotos: Pressestelle des Senats