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Senatskanzlei

Feierstunde im Bremer Rathaus zu "60 Jahre Aktion Sühnezeichen Friedensdienste"

Bürgermeister Sieling gratuliert: Wichtiger Dienst für Frieden, Versöhnung und Erinnerung

24.10.2018
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Bürgermeister Dr. Carsten Sieling hat der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste zum 60-jährigen Jubiläum gratuliert. Mit einer Podiumsdiskussion und einem Empfang im Bremer Rathaus gingen am gestrigen Dienstag, 23. Oktober 2018, die bundesweiten Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zu Ende.
Sieling lobte den Einsatz der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste im Bereich der lang- und kurzfristigen Freiwilligendienste und für eine aktive Erinnerungskultur. "Ich bin dankbar, dass sich hier immer wieder Menschen für Erinnerung, Demokratie, Frieden, für Respekt zwischen den Menschen und für Versöhnung einsetzen", sagte der Bremer Bürgermeister.

Der Vorsitzende der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Dr. Stephan Reimers, erinnerte an die langjährige Verbundenheit der Aktion mit Bremen, die auf Bürgermeister Hans Koschnick zurückgehe. Die Regionalgruppe "Weser–Ems/Bremen und umzu" sowie die Jugendbildungsstätte LidiceHaus leisteten wichtige Arbeit.

Auf dem Podium diskutieren Jakob Stürmann aus dem Vorstand der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Dr. Ulrike Huhn und Klaus Krancke aus der Regionalgruppe Weser-Ems/Bremen und umzu und Anne Dwertmann, Geschäftsführerin der Jugendbildungsstätte LidiceHaus Bremen, über ihre eigenen Erfahrungen als Freiwillige und ihre Arbeit mit Freiwilligen. Moderiert wurde die Diskussion von Radio Bremen-Intendant Jan Metzger, der in früheren Jahren als Freiwilliger mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel war.

Die Aktion Sühnezeichen und Friedensdienste (ASF) trägt seit 1958 im Rahmen von kurz- und langfristigen Freiwilligendiensten zu Frieden und Verständigung bei, setzt sich für Menschenrechte ein und sensibilisiert die Gesellschaft für die Auswirkungen der nationalsozialistischen Geschichte.

Jährlich engagieren sich rund 180 Freiwillige in Sozialdiensten für Überlebende der Schoa, in Gedenkstätten, in Projekten mit Kindern und Jugendlichen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen, in Flüchtlings- und Obdachlosenprojekten sowie in der politischen Bildungsarbeit gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Zusätzlich organisiert ASF jedes Jahr rund dreißig Sommerlager in verschiedenen europäischen Ländern wie Frankreich, Rumänien oder Tschechien. Zu den Schwerpunkten des Vereins gehören auch die Auseinandersetzung mit der Vermittlung der NS-Geschichte im Einwanderungsland Deutschland, u.a. mit dem preisgekrönten Projekt Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte, sowie der Einsatz für vergessene NS-Opfergruppen.