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Senatskanzlei

Die 20. "Nacht der Jugend" findet am 8. November 2017 im Rathaus statt

Musik, Gespräche, Informationen und noch viel mehr...

02.11.2017

"Wann, wenn nicht jetzt?", unter diesem Motto findet am Mittwoch, 8. November 2017, die 20. "Nacht der Jugend" im Bremer Rathaus statt. Jedes Jahr wird mit dieser Veranstaltung an die Verbrechen der NS-Zeit und die Reichspogromnacht erinnert. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden demoliert und Menschen jüdischen Glaubens misshandelt, in Konzentrationslagern inhaftiert, verfolgt und getötet. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung. Sie waren der Beginn des größten und schlimmsten Völkermordes in der Geschichte der Menschheit.

Mit Musik und Kultur gegen Hass
Die zentrale Botschaft der „Nacht der Jugend“ ist das Gegenstück von Diskriminierung und Verfolgung: Jeder Mensch ist wertvoll und besitzt eine unantastbare Würde! Rund 400 Jugendliche bereiten das ganze Jahr über die Veranstaltung vor, auf der Theater-, Musik- und Tanzgruppen, Schulklassen, Vereine, Jugendverbände, Schülerfirmen und viele ganz individuell engagierte Jugendliche dabei sind.

Bürgermeister Sieling, Insa Junge, Derya Keyssler und Miriam Hafner aus dem Organisationsteam freuen sich auf die 20.
Bürgermeister Sieling, Insa Junge, Derya Keyssler und Miriam Hafner aus dem Organisationsteam freuen sich auf die 20. "Nacht der Jugend"

Auf einer Pressekonferenz im Rathaus wurde jetzt das abwechslungsreiche - Programm vorgestellt - im Web auf http://www.nachtderjugend.de Mit dabei ist unter anderem Stunnah. Der Wahl-Bremer ist nicht nur Radio-DJ und –Host und international vernetztes Urgestein der deutschen Drum & Bass-Szene, sondern mit seiner Mischung aus eben diesem Drum & Bass und deutschem Rap derzeit einer der spannendsten und eigenständigsten Musiker überhaupt. Auch dabei ist der deutsch-türkische Kabarettist und Cartoonist Muhsin Omurca.
Ehrengast in diesem Jahr ist Dani Goren. Er ist 92 Jahre alt und lebt in Haifa (Israel). Als deutscher Jude hat er die Pogromnacht überlebt. Goren wird gemeinsam mit Bürgermeister Carsten Sieling die „Nacht der Jugend“ eröffnen, die für alle Beteiligten immer wieder ein Ort der Begegnung, ein Ort des gemeinsamen Nachdenkens und zwanglosen Miteinanders ist. Sie bietet darüber hinaus allen Interessierten ein Forum zur Auseinandersetzung mit der Geschichte und aktuellen politischen Fragen. Freier Einlass für Jung und Alt ist ab 18 Uhr.

Bürgermeister Carsten Sieling auf der Pressekonferenz: "Die Nacht der Jugend setzt ein Zeichen gegen Hass und Rassismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten. Gerade in den jetzigen Zeiten ist es wichtig sich zu erinnern und gemeinsam für ein gutes Zusammenleben zu arbeiten und gegenseitige Wertschätzung zu zeigen". Aus dem Organisationsteam ergänzte Dr. Helmut Hafner: "Demokratie kann nur gelingen, wenn sie gelebt wird" und fügte zum Programm des Abends hinzu: "die Künstler werden ihr Können zeigen, um die Werte der 'Nacht der Jugend' zu vertreten"

Fotos: Senatspressestelle