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Netzwerk für Wissenschaftlerinnen: AcademiaNet Club Bremen-Oldenburg gründet sich

28.03.2017

Im Nordwesten hat sich ein lokaler Ableger der Internetplattform AcademiaNet Club gegründet: die AcademiaNet Club Bremen-Oldenburg. Das Internetportal bietet Wissenschaftlerinnen zahlreiche Möglichkeiten, sich auszutauschen. Es wurde 2010 von der Robert-Bosch-Stiftung gegründet und unterhält inzwischen in 27 Städten, davon 19 in Deutschland, lokale Clubs. In der Datenbank sind inzwischen die Profile von mehr als 2.300 Wissenschaftlerinnen aus ganz Europa eingestellt. Das Ziel ist, die Profile sichtbar und für Entscheidungsträger in Wissenschaft und Wirtschaft zugänglich zu machen.

Wissenschaftssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, die Schirmherrin des neuen lokalen AcademiaNet Clubs ist, sagte heute (Dienstag, 28. März 2017) bei der Auftaktveranstaltung im Bremer Rathaus: "Dass wir jetzt einen Club in der Nordwestregion haben, ist ein großer Erfolg für das Netzwerk und eine gute Nachricht für Frauen in der Wissenschaft. Netzwerke sind wichtig für berufliche Erfolge und das Erreichen von Spitzenpositionen. Wir brauchen Netzwerke wie AcademiaNet, weil Hochschulen und Forschungseinrichtungen bei der Besetzung von Spitzenpositionen dadurch schneller exzellente Wissenschaftlerinnen finden können."

Von links nach rechts: Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt, Rita Groß-Hardt und Katharina Al-Shamery (Gründungsmitglieder von AcademiaNet Bremen-Oldenburg) sowie Barbara Hartung vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium, jpg, 171.8 KB
Von links nach rechts: Wissenschaftssenatorin Eva Quante-Brandt, Rita Groß-Hardt und Katharina Al-Shamery (Gründungsmitglieder von AcademiaNet Bremen-Oldenburg) sowie Barbara Hartung vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium

Andrea Hoops, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur betonte: "Frauen in der Wissenschaft sind mit ihrem hohen Qualifikationspotential Aktivposten für die zukunftsfähige Entwicklung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. AcademiaNet macht diese Aktivposten hervorragend sichtbar."

Den Anstoß zu diesem lokalen Club gab die Robert Bosch Stiftung. Organisiert wird er von Prof. Katharina Al-Shamery und Prof. Rita Groß-Hardt von den Universitäten Oldenburg und Bremen: "Meine Kollegin Professorrin Al-Shamery und ich waren von der Initiative der Robert-Bosch Stiftung sofort begeistert", erklärte Prof. Dr. Rita Groß-Hardt: "Der bremisch-oldenburgische AcademiaNet Club bietet uns Wissenschaftlerinnen die Möglichkeit, uns mit unseren unterschiedlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerken auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen. Darüber hinaus schafft ein solcher Club aber potentiell auch eine attraktive Plattform, um gesellschaftspolitisch aktiv zu werden."

Eva Roth, Projektmanagerin bei der Robert-Bosch Stiftung ergänze: "Es mangelt nicht an qualifizierten Frauen für akademische Spitzenpositionen – sie sitzen jedoch nicht auf Stellen, an denen sie starke Wirkung entfalten können. Das möchte AcademiaNet ändern: Die Datenbank versammelt exzellente Wissenschaftlerinnen aller Disziplinen und zeigt auch dem letzten Zweifler: es gibt sie, die fähigen Frauen!"

Auch für Prof. Dr. Bernd Scholz-Reiter, den Rektor der Universität Bremen, stellt das neue Angebot eine Bereicherung dar: "Die Universität Bremen verfügt über viele exzellente Wissenschaftlerinnen, die mit renommierten Forschungspreisen ausgezeichnet wurden. Viele von ihnen leiten neben ihrer Professur an unserer Universität ein großes Forschungsinstitut und haben wichtige Funktionen in Wissenschaftsorganisationen inne. Es liegt also nahe, dass sich auch hier ein AcademiaNet Club gründet. Ich begrüße diese Vernetzung unserer aktiven und international renommierten Wissenschaftlerinnen sehr und wünsche ihnen für die Zukunft einen intensiven Austausch, von dem die Wissenschaftslandschaft nur profitieren kann."

"Die Universität Oldenburg hat eine klare Strategie, um Gleichstellung, Frauen und wissenschaftlichen Nachwuchs bestmöglich zu fördern. Da ist es nur konsequent, dass wir uns für den neuen AcademiaNet Club stark machen – gerade vor dem Hintergrund, dass Frauen als wissenschaftliche Führungskräfte vielerorts noch stark unterrepräsentiert sind", betonte Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Präsident der Universität Oldenburg.

Weitere Infos unter: www.academia-net.de

Foto: Wissenschaftsressort Bremen