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Senatskanzlei

"Dornröschen erwacht..." in der Landesvertretung Bremen

Ausstellung zu "Mädchen und Frauen in Märchen" thematisiert Kinderrechte

04.11.2016

Pressemitteilung der Bevollmächtigten beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit

Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, hat am Donnertag (3. November) zur Ausstellungseröffnung von "Dornröschen erwacht... Mädchen und Frauen in Märchen und Geschichten" in die Bremer "Kulturbotschaft" in Berlin eingeladen. Im Rahmen der 27. Märchentage des Märchenland e.V. zeigt die von Nicole von Vietinghoff-Scheel kuratierte Ausstellung "7 + 1" Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die Kinder- und insbesondere Mädchenrechte in den Fokus nimmt. Staatsrätin Ulrike Hiller freute sich über rund 100 Eröffnungsgäste und die Möglichkeit in Kooperation mit UNICEF auf die Rechte für Kinder weltweit aufmerksam zu machen. Ann-Katrin Fahrenkamp, Leiterin des Presseteams der UNICEF-Arbeitsgruppe Berlin, wies in ihrem Grußwort auf die zahlreichen und massiven Rechtsverletzungen an Mädchen weltweit hin und bedankte sich dafür, dass ein Teil des Erlöses der veräußerten Kunstwerke an UNICEF zugunsten der Mädchenhilfe geht.

Staatsrätin Hiller (5.v.l.), Kuratorin von Vietinghoff-Scheel (2.v.r.)  mit den Künstlerinnen und Künstlern, JPG, 139.1 KB
Staatsrätin Hiller (5.v.l.), Kuratorin von Vietinghoff-Scheel (2.v.r.) mit den Künstlerinnen und Künstlern

In ihrer Einleitung zur Ausstellung erklärte Kuratorin Nicole von Vietinghoff-Scheel, dass "wir ‚Dornröschen‘ assoziieren mit zweihundertjähriger Märchentradition, mit unglückbringendem Zauber als Strafe und einem Märchenprinzen, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und in küssender Weise das Happy End herbeiführt. Schauen wir in diesen Tagen des Jahres 2016 einmal genau hin, ob oder inwieweit dies alles hinter uns liegt. Wie modern und selbstbewusst sind wir – und wie sieht es andernorts aus? Ist das Dornröschen wirklich erwacht? - und wenn ja, wie wurde es wachgeküsst?"

Folgende Künstlerinnen haben in ihren Arbeiten versucht Wege und künstlerische Mittel der Auseinandersetzung mit Kinder- und Mädchenrechten, mit gesellschaftlichem Wandel junger Frauenpositionen sowie der Grimm’schen Märchen-Rezeption zu finden:
Juliane von Arnim (Deutschland), Genia Chef (Russland), Jil Mandeng (Deutschland), Marion Mandeng (Deutschland), Christine Mühlhan-Korner (Deutschland), Sandra Vater (Deutschland), Tanja Wekwerth (Deutschland) und Yoyo (Neuseeland/UK).

Die Ausstellung ist bis zum 25. November 2016 in der Landesvertretung Bremen in Berlin in der ersten Etage nach Absprache zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 - 15.00 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

Foto: Pressestelle Landesvertretung Bremen; Fotograf Bastian Schmidt