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Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Landesarbeitsschutzkongress in Bremen: Neue Arbeitswelt, neue Herausforderungen

13.09.2016

Bremens Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, hat die Bedeutung eines starken Arbeitsschutzes hervorgehoben. Bei der Eröffnung des Landesarbeitsschutzkongress Bremen-Niedersachsen im Bremer Congress Centrum, den sie heute (13. September 2016) gemeinsam mit Jörg Röhmann, Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, durchführte, sagte sie: "Das Thema Arbeit 4.0 ist hochaktuell. Digitalisierung ist längst keine Zukunftsvision mehr." Im Gegenteil: "Die Arbeitswelt verändert sich ständig. Digitale und automatisierte Abläufe sind inzwischen Normalität. Arbeitszeiten ändern sich, wir werden flexibler. Außerdem haben wir es mit neuen Beschäftigungsformen zu tun. Das zeigt: Arbeitsschutz bleibt wichtig." Das betreffe sowohl die Produktion, die Logistik sowie den Dienstleistungsbereich.

v.l.n.r. niedersächsischer Staatssekretär Jörg Röhmann, Tuku Roy-Niemeyer von der Handwerkskammer Bremen, Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt und Barbara Reuhl von der Arbeitnehmerkammer Bremen, JPG, 139.0 KB
v.l.n.r. niedersächsischer Staatssekretär Jörg Röhmann, Tuku Roy-Niemeyer von der Handwerkskammer Bremen, Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt und Barbara Reuhl von der Arbeitnehmerkammer Bremen

Staatssekretär Röhmann erklärte: "Der Arbeitsschutz muss sich den wandelnden Rahmenbedingungen an den Arbeitsplätzen anpassen, es geht um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Wir setzen uns zum Beispiel im Bundesrat für die notwendige Aktualisierung der Arbeitsstättenverordnung ein."

Die neuen Arbeitsformen böten für den Wirtschaftsstandort, für den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen eine große Chance, so Senatorin Quante-Brandt. So stellten zum Beispiel automatische Abläufe eine körperliche Entlastung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dar. Neben den Chancen gebe es aber auch Risiken. "Wir brauchen einen starken Arbeitsschutz in gemeinsamer Verantwortung mit den Unfallversicherungsträgern und den Sozialpartnern. Es bleibt noch viel zu tun." So werde zum Beispiel im aktuellen Jahresbericht der Bremer Gewerbeaufsicht deutlich, dass für Zweidrittel der kontrollierten Betriebe Verbesserungsbedarf bestehe.

"Wir brauchen eine neue Präventionskultur in den Unternehmen", forderte Senatorin Quante-Brandt. "Gesundheitsförderung in Betrieben und Unternehmen muss stärker forciert werden. Ein erster Schritt ist mit dem Präventionsgesetz gemacht, das das Betriebliche Gesundheitsmanagement stärken wird." Die Landesrahmenvereinbarung sieht unter anderem vor, dass Unternehmen und Krankenkassen in Kooperation Wege finden, Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz zu verankern. "Ich verspreche mir von dem neuen Präventionsgesetz, mit dem das Betriebliche Gesundheitsmanagement gestärkt werden wird, einen wichtigen Beitrag", so Senatorin Quante-Brandt. "Es bietet die Chance, den betrieblichen Arbeitsschutz, die betriebliche Rehabilitation und die betriebliche Gesundheitsförderung stärker als bisher zu vernetzen."

"Zur gesunden Arbeit gehört die Prävention. Mit dem neuen Präventionsgesetz kann es gelingen, noch mehr Gesundheit in alle Lebenswelten zu bringen und in den verschiedenen Lebensphasen nachhaltig zu fördern. Das gilt selbstverständlich auch für Unternehmen, in denen bereits sehr viel für die Prävention getan wird", erklärte Staatssekretär Jörg Röhmann. "Denn Prävention und Gesundheitsförderung sollen dort greifen, wo Menschen leben, lernen und arbeiten. In Deutschland werden deshalb verbindliche Regelungen benötigt, damit gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig stärken können."

Foto: Pressereferat der Senatorin