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Senatskanzlei

Bürgermeister besuchte Refugio

Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folterüberlebende stellte Arbeit vor

06.07.2016
v.l.: Ingrid Koop; therapeutische Leiterin, Bürgermeister Carsten Sieling, Hossein Farschidi; psychologischer Psychotherapeut, Detlef Driever; Rechtsanwalt für den Vorstand des Vereins, Gisela Köster; Kunsttherapeutin und Zahra Mohammadzadeh; Geschäftsführerin, jpg, 74.3 KB
v.l.: Ingrid Koop; therapeutische Leiterin, Bürgermeister Carsten Sieling, Hossein Farschidi; psychologischer Psychotherapeut, Detlef Driever; Rechtsanwalt für den Vorstand des Vereins, Gisela Köster; Kunsttherapeutin und Zahra Mohammadzadeh; Geschäftsführerin

Bürgermeister Carsten Sieling hat heute (Mittwoch, 6. Juli 2016) das psychosoziale und therapeutische Behandlungszentrum "Refugio " besucht. Viele Menschen, die vor Leid und Verfolgung geflohen sind, brauchen Hilfe bei der Verarbeitung und Bewältigung ihrer Erlebnisse. Seit 27 Jahren bietet "Refugio" geflüchteten Menschen einen sicheren Ort, an dem sie unentgeltlich Beratung, Unterstützung und psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen können. "Einen Ort für die Seele", wie Ingrid Koop, therapeutische Leiterin und Mitbegründerin, das Zentrum beschreibt.

Das Team des Behandlungszentrums umfasst derzeit zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Teilzeit. Diese werden von Beraterinnen und Beratern sowie Therapeutinnen und Therapeuten auf Honorarbasis sowie aus dem "Arbeitskreis Ehrenamtliche" unterstützt. Refugio arbeitet eng mit mehr als 25 Dolmetscherinnen und Dolmetschern verschiedener Sprachen zusammen. Das interdisziplinär aufgestellte Team bietet neben der Kernaufgabe der psychotherapeutischen Behandlung bei Bedarf eine Vielfalt von Therapiemöglichkeiten wie Musik-, Kunst-, Bewegungs- und Psychotherapie. "Refugio Bremen" berät, betreut und behandelt Flüchtlinge und Folteropfer aus über 30 Ländern. Bürgermeister Sieling zeigte sich beeindruckt von der engagierten und erfolgreichen Arbeit des Vereins: "Der Verein übernimmt eine wichtige Netzwerk- und Wegweiserfunktion für die psychotherapeutische Versorgung von geflüchteten Menschen".

Refugio Bremen ist das größte Behandlungszentrum in Norddeutschland für traumatisierte Flüchtlinge und neben Bremen auch eine wichtige Anlaufstelle Menschen aus dem Einzugsgebiet Bremerhaven, Hamburg und Niedersachsen.

Der Träger des Behandlungszentrums ist der Verein "Refugio – Psychosoziales Zentrum für ausländische Flüchtlinge e.V. in Bremen". Er ist als gemeinnützig und mildtätig sowie als Träger der Jugendhilfe anerkannt und ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Bremen. Der Verein finanziert sich durch Spenden sowie durch Zuwendungen aus dem Europäischen Flüchtlingsfonds, AMIF, Aktion Mensch und dem Bremer Senat.

Die Refugio-Mitarbeitenden berichteten Sieling zudem von der kürzlich gegründeten Stiftung Refugio. Diese verfolgt das Ziel, ein eigenes Haus für den Verein zu finanzieren. Das Behandlungszentrum könnte auf dieser Basis Wartezeiten verkürzen, mehr Therapien, psychosoziale Begleitung und spezielle Projekte anbieten.

Foto: Senatspressestelle