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Senatskanzlei

"Wem gehört die Stadt?" - Junge Menschen in der Politik

Bürgermeister Sieling sprach mit Jugendlichen über Chancen des Dialogs

26.04.2016

Drücken sich Politikerinnen und Politker auch für Jugendliche immer verständlich aus? Darüber hat Bürgermeister Carsten Sieling heute (Dienstag, 26.4.16) mit Jugendlichen sowie mit Unterstützerinnen und Unterstützer aus Jugendhilfe, Ortsämtern und Politik in der Oberen Rathaushalle diskutiert.

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Bürgermeister Sieling begrüßt die Jugendlichen der Veranstaltung

In den Gesprächen bei dieser Veranstaltung mit dem treffenden Titel "Wem gehört die Stadt?" ging es darum, welche Möglichkeiten Jugendliche haben, eigene Ideen zu verwirklichen und sich politisch zu engagieren.

Bettina Fackelmann, Kommunikationswissenschaftlerin aus Berlin, hat mit einer Gruppe von Studierenden erforscht, wie sich die Sprache von Politikerinnen und Politikern auf das Verhältnis junger Menschen zur Politik auswirkt. Die befragten Jugendlichen geben in der Studie "Sprichst Du Politik?" Politikerinnen und Politikern, Medien und Schulen Empfehlungen für eine für junge Menschen verständliche Sprache. Wie die Studie zeigt, kann die Sprache in Politik und Verwaltung tatsächlich eine Hürde sein. Grundlage waren Gruppeninterviews und mehr als 30.000 Onlinebefragungen. Viele Jugendliche mit politischem Interesse denken zwar, dass sie persönlich in der Demokratie gebraucht werden, gehen jedoch davon aus, die Aufgabe nicht erfüllen zu können.

Carsten Sieling hört sich gespannt die Gesprächsbeiträge der Jugendlichen an, jpg, 105.4 KB
Carsten Sieling hört sich gespannt die Gesprächsbeiträge der Jugendlichen an

Teilhabe junger Menschen in Bremer Stadtteilen
In Beteiligungsprojekten entscheiden Jugendliche über die Jugendbeiräte derzeit über ca. zehn Prozent der Globalmittel (Etat für stadtteilbezogene Maßnahmen) der Stadtteilbeiräte. Dies, so Bürgermeister Sieling, trage enorm dazu bei, dass sich Jugendliche als selbstwirksam erleben können. "Die Jugendbeteiligung ist ein Schlüssel für das weitere Engagement junger Menschen. Ich möchte jeden jungen Erwachsenen dazu ermutigen, eigene Ideen und Projekte zu verfolgen, denn genau das brauchen wir für eine lebendige Demokratie."

In der Stadt Bremen existieren derzeit mehrere Jugendbeiräte. Diese kümmern sich stark um geflüchtete Menschen. Der Jugendbeirat Hemelingen organisiert beispielsweise eine "Schools out Party" mit jungen Geflüchteten und startet jetzt eine Online-Umfrage, um weitere Ideen für den Stadtteil zu sammeln.

Mehr über die Arbeit der Jugendbeiräte gibt es auf der Internetseite Jugendbeteiligung im Stadtteil für Bremen (JubiS) www.jubis-bremen.de/.

Fotos: Senatspressestelle