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Senatskanzlei

Kurs Flüchtlinge im Mittelmeer retten – Bürgermeister Sieling verabschiedet Rettungsschiff AQUARIUS

04.02.2016
Zum Farewell hissen Kapitän Klaus Vogel, Bürgermeister Carsten Sieling, Bremerhavens OB Melf Grantz und Hans-Joachim Schnitger von der Bremischen Hafenvertretung die Bremer Speckflagge, jpg, 67.7 KB
Zum Farewell hissen Kapitän Klaus Vogel, Bürgermeister Carsten Sieling, Bremerhavens OB Melf Grantz und Hans-Joachim Schnitger von der Bremischen Hafenvertretung die Bremer Speckflagge (v.r.)

Das Rettungsschiff AQUARIUS startet heute (4. Februar 2016) von Bremerhaven zu seinem ersten Einsatz ins Mittelmeer, um dort Flüchtlinge aus Seenot zu retten. Der Präsident des Bremer Senats, Bremens Bürgermeister Carsten Sieling, kam zur offiziellen Verabschiedung in die Seestadt. Zusammen mit Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz wünschte Sieling der Crew bei ihrer Mission viel Erfolg. Sieling: "Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie im Jahr 2015. Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sind fast 60 Millionen Menschen vor Krieg und Terror, Hunger und Vertreibung aus ihrer Heimat geflohen. Es ist unsere humanitäre Verpflichtung, die Fluchtursachen zu bekämpfen und gleichzeitig diejenigen zu schützen, die bereits auf der Flucht sind. Ich habe großen Respekt vor diesem enormen privaten Engagement. Was gibt es Wichtigeres, als Menschenleben zu retten? Meine besten Wünsche begleiten das Schiff und die Mannschaft. Ich wünsche der Mission alles Gute und viel Erfolg!"

Bremerhaven ist für den Start der Rettungsmission genau der richtige Ort. Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Thema Flucht verbunden: Mehr als sieben Millionen Menschen starteten zwischen 1830 und 1974 von Bremerhaven aus Richtung Amerika und suchten als Flüchtlinge dort Schutz vor Verfolgung, ihr individuelles Lebensglück und Arbeit – das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven präsentiert diese Geschichte eindrucksvoll in einer sehenswerten Ausstellung.

Das Rettungsschiff wird von der Gesellschaft "Méditerranée Operation“ mit Sitz in Bremen betrieben.

Foto: Senatspressestelle