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Zielgerade im Tabakquartier erreicht

Richtfest für drei wesentliche Bauprojekte im neuen Stadtteil

31.08.2022

Ab jetzt sind drei wichtige Bauvorhaben im neuen "Tabakquartier'" in Bremen-Woltmershausen offiziell auf der Zielgeraden: Für den "Alten Tabakspeicher II", die "Speicherlofts" und die "AtelierHäuser" feierten die Investoren Justus Grosse Real Estate GmbH und LEG-Niedersachsen GmbH heute Richtfest. Für den Senat waren Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Bausenatorin Maike Schaefer, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt und Finanzsenator Dietmar Strehl dabei. Bis zum Sommer kommenden Jahres werden Justus Grosse und LEG über 140 Millionen Euro in die drei Projekte investieren und 222 Wohnungen bauen sowie insgesamt nahezu 23.000 Quadratmeter Fläche für Büros und Gewerbe erschließen.

Freude über den Baufortschritt im Tabakquartier anlässlich des Richtfestes (von links): Burkhard Bojazian (Geschäftsführer Justus Grosse Real Estate GmbH), Bausenatorin Maike Schaefer, Clemens Paul (Geschäftsführer Justus Grosse), Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, Joachim Linnemann (Geschäftsführender Gesellschafter Justus Grosse), Finanzsenator Dietmar Strehl. Foto: Senatspressestelle
Freude über den Baufortschritt im Tabakquartier anlässlich des Richtfestes (von links): Burkhard Bojazian (Geschäftsführer Justus Grosse Real Estate GmbH), Bausenatorin Maike Schaefer, Clemens Paul (Geschäftsführer Justus Grosse), Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt, Joachim Linnemann (Geschäftsführender Gesellschafter Justus Grosse), Finanzsenator Dietmar Strehl. Foto: Senatspressestelle

Das Tabakquartier ist mit insgesamt etwa 20 Hektar Fläche eines der größten neuen Entwicklungsgebiete Bremens. Auf dem Gelände der denkmalgeschützten, ehemaligen Brinkmann-Zigarettenfabrik entsteht ein lebendiges Quartier für Arbeit, Wohnen, Gastronomie und Kultur. Das Ziel ist ein urbanes Quartier mit viel Grünflächen, wenig Autoverkehr und einer weitgehend CO2-neutralen Energieversorgung. Bis 2025 soll alles fertig sein. Die Projektentwickler von Justus Grosse kalkulieren mit einem Investitionsvolumen von rund 700 Millionen Euro. Erste, wichtige Akzente sind bereits gesetzt: So haben die Bremer Philharmoniker dort neue Probenräume bezogen und auch das "Zentrum für Kunst" arbeitet bereits.

Bürgermeister Bovenschulte: "Das Tabakquartier ist eine gelungene Mischung aus Wohnen und Arbeiten, Gastronomie und Kultur. Ich bin mir sicher, es wird eine Bereicherung für Woltmershausen und die angrenzende Neustadt sein. Vor allem auf die Kultur im Tabakquartier bin ich gespannt. Ich denke dabei an das Zentrum für Kunst, das Boulevardtheater Bremen und die Bremer Philharmoniker. Was mich aber genauso begeistert, ist das Tempo, mit dem es im Tabakquartier vorangeht – trotz der momentan wirklich nicht einfachen Lage im Baubereich. So oft ich in den vergangenen Monaten auch da war: immer gab es etwas Neues zu entdecken."

Bürgermeisterin Schaefer: "Das Tabakquartier wertet Woltmershausen städtebaulich enorm auf. Der Mix aus Wohnen, Arbeiten aber auch Kultur macht das Projekt ausgesprochen interessant. Wichtig ist mir auch der Aspekt des Klimaschutzes. Im Tabakquartier ist sehr viel graue Energie erhalten und energetisch saniert worden. Damit kann man dem Quartier durchaus einen Vorbildcharakter attestieren. Ich begrüße außerdem, dass Justus Grosse in solch schwierigen Zeiten mit dem Bauen startet. Wir stehen kontinuierlich in einem konstruktiven Austausch mit dem Vorhabenträger."

Der Kranz fliegt: Der Schmuck für das Dach signalisiert, dass die Projekte dort jetzt auf der Zielgeraden sind. Foto: Senatspressestelle
Der Kranz fliegt: Der Schmuck für das Dach signalisiert, dass die Projekte dort jetzt auf der Zielgeraden sind. Foto: Senatspressestelle

Wirtschaftssenatorin Vogt: "Das Tabakquartier ist eine Bereicherung für den Innovations- und Start-up-Standort Bremen. Die Verbindung von etablierten Unternehmen und Start-ups aus verschiedenen Branchen, von Wohnen, Kultur und Gastronomie trifft den Kern einer lebendigen und produktiven Stadt. Schon jetzt bietet das Tabakquartier Platz für rund 300 Unternehmen mit über 4.000 Arbeitsplätzen und unterschiedlichsten Arbeitsmodellen. Durch die aktuellen Bautätigkeiten werden nochmals 24.000 Quadratmeter für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung stehen, die weitere Arbeitsplätze schaffen. Besonders durch das Konzept der Atelierhäuser entsteht hier ein neuer innovativer Arbeitsraum, der die Lebendigkeit und Attraktivität des Tabakquartiers und damit auch des vorderen Woltmershausen weiter steigern wird."

Finanzsenator Strehl: "Das Tabakquartier wird ein Zentrum für Innovation in Bremen: für die Kultur, für Unternehmen, aber auch für die Verwaltung. Aus meinem Haus wird unter anderem die Abteilung für Digitales hier einziehen und die Digitalisierung der Verwaltung in Bremen weiter vorantreiben. Justus Grosse hat aus alten Speichern moderne Räume gemacht, in denen man wunderbar arbeiten, denken und leben kann. Die perfekte Umgebung, um Altes neu zu denken."

Joachim Linnemann, Geschäftsführender Gesellschafter Justus Grosse Real Estate GmbH: "Wir freuen uns sehr, mit dem heutigen Tag und an diesem historischen Ort die dynamische Entwicklung des Tabakquartiers zu feiern und mit Stolz auf seine Meilensteine zu blicken. Weitere wichtige Bausteine sind bereits gelegt und wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft. Allen am Projekt beteiligten Akteuren ist es zu verdanken, dass ein solch großes Bauvorhaben überhaupt erfolgreich umgesetzt werden kann. Unser Dank gilt daher allen für die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit."

Das Bremer Finanzressort und die Datenverarbeitungs-Spezialisten von Dataport mieten den kompletten "Alten Tabakspeicher II". Einziehen werden aus dem Finanzressort Organisationseinheiten, die sich um Fragen des Zentralen IT-Managements, um Digitalisierung und Transformation der Verwaltung und um die Aus- und Fortbildung kümmern. Außerdem setzt der Senator für Finanzen hier eine Reihe großer Bund-Länder-Projekte aus dem Bereich der Standardisierung von Datenübermittlung um, bei denen Bremen ganz oder teilweise die Federführung im Auftrag des IT-Planungsrates hat. Von der räumlichen Nähe zu Dataport als maßgeblichem IT-Dienstleister Bremens erwartet der Senator für Finanzen erhebliche Synergieeffekte.

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