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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Bremen – eine Adresse für Jung und Alt

26.04.2006

Senator Neumeyer legt 15 Standortvorschläge für „Wohnen im Alter“ vor /
Wohnungsbau in Bremen legt in 2005 zu

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Ronald-Mike Neumeyer, hat heute (26.4.2006) 15 Standortvorschläge vorgestellt, an denen in den kommenden Jahren gezielt Wohnungen für das Wohnen im Alter errichtet werden können. Die Standorte, die durchgängig in bestehende Stadtquartiere integriert sind und über gute Nahversorgungsmöglichkeiten und Verkehrsanbindungen verfügen, lassen sich teilweise kurzfristig realisieren. Zum Teil müssen auch noch die planerischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. „Angesichts des demografischen Wandels ist eine aktive Wohnungsbaupolitik das Gebot der Stunde“, so Neumeyer. „Die Anforderungen an das Wohnen werden sich im kommenden Jahrzehnt in großer Geschwindigkeit ändern. Darauf müssen wir uns heute aktiv einstellen.“

Bis zum Jahr 2020 wird die Bevölkerung über 65 Jahren in Bremen um rd. 21.500, also 17 % ansteigen. Parallel dazu wird die Entwicklung bei den jüngeren Altersgruppen abnehmen, insbesondere bei den 25- bis 45 Jährigen (14%). Neumeyer: „Es ist völlig klar, dass diese deutlichen Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf nahezu alle Handlungsfelder der Stadtentwicklung haben werden. Insbesondere werden sich die Anforderungen an das Wohnen erheblich verändern. Das Thema barrierefreies Bauen und Umbauen wird die Baustandards erheblich verändern. Hier sind die Wohnungseigentümer gefragt. Und auch die baulichen Strukturen im Wohnumfeld müssen an die Bedürfnisse von älteren Menschen angepasst werden.“

Nach einer vorliegenden Studie wird sich der Wohnungsmarkt in Bremen bis zum Jahr 2020 weiter ausdifferenzieren. Die GEWOS-Studie prognostiziert eine steigende Zahl der Haushalte, einen steigenden Wohnflächenverbrauch und eine weitere Verlagerung der Nachfrage in den Eigentumsbereich.

Daneben wird es einen deutlich steigenden Anteil von Senioren und damit eine zunehmende Nachfrage nach altengerechten Wohnformen geben. Zugleich ist eine positive Umland-Stadt-Wanderung von älteren Haushalten absehbar. Neumeyer: „Die Stadt der Zukunft muss es gewährleisten, dass ältere Menschen so lange wie möglich selbständig, selbstbestimmt und sozial integriert in ihrer eigenen Wohnung leben können. Bremen muss sich zu einer generationengerechten Adresse entwickeln.“
Zu diesem Zweck erarbeitet der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr ein umfassendes Handlungskonzept unter dem Arbeitstitel „Wohnen in Bremen –eine generationengerechte Adresse“.

Neben den konkreten Standortvorschlägen für das Wohnen im Alter soll die Anpassung im Wohnungsbestand beschleunigt, generationenübergreifende Projekte gefördert, die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im ÖPNV weiter ausgebaut und ein Marketingkonzept für „Bremen als generationengerechte Adresse“ entwickelt werden.
Neumeyer: „Das Thema Wohnen und damit auch das Thema Bauen wird ein Zukunftsthema der Stadt bleiben.“
Aktuell hat die Bautätigkeit in Bremen im vergangenen Jahr zugenommen. Danach gab es bei den Baufertigstellungen bei 1120 neuen Wohneinheiten ein Plus von 16 Prozent. Auch die Zahl der Baugenehmigungen hat sich im Jahr 2005 entgegen dem Bundestrend entwickelt. Während in Bremen ein Plus von 22 Prozent verzeichnet wurde, gab es im Bund einen Rückgang von 10 Prozent.
In der kommenden Woche (05.05.2006) wird es in Bremen einen Fachtag zum Thema „Wohnen in Bremen – eine generationengerechte Adresse“ geben. Der Fachtag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr mit dem Verband der Wohnungswirtschaft.