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Schulversuch zu neuem Ausbildungsgang geht in die zweite Runde

Umschulung als Einstieg in qualifizierten Pflegeberuf

29.08.2014

Der Beruf ist neu, zukunftsweisend und krisenfest: ausgebildete Pflegehilfskräfte, die für die Arbeit in Kliniken genauso qualifiziert sind wie für den Einsatz in Pflegeheimen oder bei Pflegebedürftigen zu Hause. Formal korrekt heißen sie "Generalistisch ausgerichtete Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen und -helfer". Nachdem ein erster, zweijähriger Schulversuch erfolgreich abgeschlossen ist, geht es jetzt in eine zweite Runde mit insgesamt 25 Auszubildenden. Krankenkassen sowie die Agentur für Arbeit haben sich bereiterklärt, ihren Anteil an den Ausbildungskosten zu übernehmen. Konkret heißt das: Jobcenter und Agentur für Arbeit haben erklärt, für geeignete Interessenten einen Bildungsgutschein auszustellen. Freie Plätze gibt es noch für Umschülerinnen und Umschüler mit Bildungsgutschein vom Jobcenter und von der Agentur für Arbeit. Ansprechpartner sind die jeweiligen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter.

Angesichts des Fachkräftemangels in der Pflege erfüllen die generalistisch ausgerichteten Kräfte eine wichtige unterstützende Funktion in der Pflege. Sie sind flexibel einsetzbar in Pflegeheimen, Krankenhäusern und in der ambulanten Pflege. Absolventinnen und Absolventen mit guten Leistungen erwerben mit dem Abschluss den Mittleren Schulabschluss und können sich dann – gute Leistungen vorausgesetzt – in drei anstatt in zwei Jahren weiterqualifizieren zur Pflegefachkraft. Oder sie können direkt in den Beruf einsteigen.

Die Ausbildung eignet sich prinzipiell für Interessierte mit einfachem Schulabschluss (früher: Hauptschule) oder mit vollständigem Schulbesuch im Ausland, der aber in Deutschland nicht als Schulabschluss anerkannt wird.

Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der Pflegebedürftigen in Bremen nach Schätzungen um 25 bis 30 Prozent auf dann rund 30.000 steigen. Entsprechend wird auch der Bedarf an Pflegekräften wachsen. Es wird erwartet, dass dieser mit den herkömmlichen Ausbildungsgängen nicht mehr zu decken sein wird.