Sie sind hier:

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Bundestrasse 71: Feierlicher Baubeginn der Ortsumgehung Wulsdorf

01.09.2005

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Angelika Mertens, und der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, haben heute (01.09.2005) offiziell den Bau der südlichen Ortsumgehung Bremerhaven im Zuge der Bundesstraße 71 gestartet.

„Mit dem heutigen Tag ist die Verbesserung der Anbindung des Fischereihafens und die Entlastung der Ortsdurchfahrt von Bremerhaven-Wulsdorf absehbar. Endlich kann es mit den Bauarbeiten der B 71 weitergehen. Die fünfjährige Vorbereitungsphase, die wegen der notwendigen Setzungen des Baugrundes nach der im Jahre 2000 begonnenen Dammschüttung erforderlich war, ist beendet“, so Angelika Mertens, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Ziel ist es, die Straße nun bis zur 2. Jahreshälfte 2006 fertig zu stellen.


„Der Stadtteil Bremerhaven-Wulsdorf wird künftig vom heutigen Durchgangsverkehr auf der B 71 entlastet. Die Wohn- und Lebensqualität in der Ortslage wird verbessert“, freut sich Senator Jens Eckhoff und fügt hinzu: „Dieses wichtige Verkehrsprojekt wird sich zusätzlich positiv auf die städtebauliche Entwicklung im Stadtteil Wulsdorf auswirken. Das ist auch wichtig für die Seestadt Bremerhaven. Durch die Verlegung der B 71 wird die Abwicklung des Verkehrs von und zum Fischereihafen auf direktem Weg zur BAB 27 beschleunigt. Das gesamte Fischereihafengebiet sowie die vorhandenen und geplanten Gewerbe- und Industriegebiete in den Bereichen Bohmsiel und Luneort werden direkt an das überregionale Fernstraßennetz angebunden“.


Die derzeitige Verkehrsbelastung in der Lindenallee liegt bei über 11.000 Kraftfahrzeugen pro Tag bei einem LKW-Anteil von rund 10 Prozent. Der Prognosewert für das Jahr 2015 für auf der verlegten B 71 liegt bei 18.200 Kfz/ 24h und einem LKW-Anteil von 10 Prozent.


Der Bau der neuen, rund 2,2 km langen und insgesamt 14,5 Mio. Euro (Gesamtkosten) teuren Ortsumgehung im Verlauf der B 71 leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag und ist ein weiterer Garant für die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Bremer Seehafens, denn der Neubau bedeutet eine erhebliche Leistungsverbesserung für die Verkehrsströme vom und zum Bremer Seehafen.


Durch den Rückbau der Lindenallee (B 71 alt), die künftig auf einer Streckenlänge von 600 Metern nur noch für Anlieger, Radfahrer und Fußgänger benutzbar sein soll, kann ein Teil der Beeinträchtigungen kompensiert werden, der sich durch die Eingriffe im Trassenverlauf ergibt. Eine erhebliche Verbesserung für die heute betroffene Wohnbevölkerung!


Mit dem Straßenneubau wird in die Rohrniederung eingegriffen, wobei die Beeinträchtigungswirkungen mit zunehmender Entfernung zur Straße abnehmen. Den gesetzlichen Anforderungen entsprechend, werden die landschaftspflegerischen Maßnahmen so gewählt, dass die für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild verloren gehenden Funktionen und Werte möglichst weitgehend im Eingriffsraum selbst kompensiert werden können.


Zusätzliche Kompensationsmaßnahmen erfolgen im Bereich des Sellstädter Sees. Dort sollen sowohl das Landschaftsbild als auch die Lebensräume für die Offenlandvogelarten optimiert werden.