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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Umfangreiche Umbaupläne: Verkehrsverhältnisse in der Innenstadt sollen weiter verbessert werden

25.08.2005

Aus der Sitzung der Deputation für Bau und Verkehr:

Die Deputation hat heute (25.08.2005) eine Reihe von Straßenbaumaßnahmen im Bereich der Innenstadt beschlossen und zugleich einem Zeitplan zugestimmt, der vorsieht, dass diese Baumaßnahmen im kommenden Jahr durchgeführt werden. Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff: „Diese Maßnahmen sind aus jeweils unterschiedlichen Gründen dringlich. Sie auf die lange Bank zu schieben hätte unter anderem zur Folge, dass zusätzliche Kosten entstehen, ein Unfallschwerpunkt für mehrere Jahre weiter bestünde oder der Radio Bremen-Neubau verkehrlich nicht angemessen angebunden wäre. Deshalb stellen wir uns der schwierigen Aufgabe, diese Baustellen parallel abzuwickeln. Wir wollen dabei durch ein kluges Verkehrsmanagement und intensive Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, dass negative Auswirkungen für den Verkehr in der Innenstadt weitgehend vermieden werden.“


Die Maßnahmen im Einzelnen:


1. Leibnizplatz wird umgebaut
Die Deputation für Bau und Verkehr hat den Plänen zur Umgestaltung des Leibnizplatzes in der Bremer Neustadt zugestimmt. Anlass für die Umgestaltung ist der extrem schlechte Zustand der Gleisanlagen in diesem Bereich, der dazu führt, dass hier erhebliche Mittel zur Unterhaltung der Gleise aufgebracht werden müssen, um die Fahrbeziehung der Straßenbahn aufrecht zu erhalten. Allein zur Behebung dieser Schäden wären nach Auskunft der BSAG 1,75 Mio. Euro erforderlich.

Nach Abschluss der Bauarbeiten in der Langemarckstraße sollen deshalb die Gleisanlagen im Bereich des Leibnizplatzes neu gebaut werden. Diese Gelegenheit wird dazu genutzt, den Leibnizplatz neu zu gestalten und so eine Reihe von städtebaulichen und verkehrlichen Verbesserungen zu erreichen. Mit der Neugestaltung des Leibnizplatzes werden auch die Friedrich-Ebert-Straße von der Osterstraße bis zur Neustadtscontrescarpe und der Buntentorsteinweg bis zur Osterstraße umgebaut.


Die Verbesserungen im Einzelnen:


  • Die derzeit getrennten Haltestellenbereiche der verschiedenen Straßenbahnlinien werden zu einem Haltestellen- und Umsteigebereich umgebaut.

  • Im Buntentorsteinweg wird ein neuer Linksabbieger in die Friedrich-Ebert-Straße eingerichtet.

  • Der unübersichtliche Knotenpunkt Buntentorsteinweg, Osterstraße, Neustadtscontrescarpe wird dem verkehrlichen Bedarf entsprechend zurück gebaut.

  • Teile der Gleisanlagen werden als Grüngleis gebaut. So wird erreicht, dass der zurzeit von Stadtgrün aufgewertete Grünzug des Walls besser als eine Einheit wahrgenommen werden kann.

  • Die Friedrich-Ebertstraße erhält für den Individualverkehr durchgängig zwei Fahrstreifen je Richtung.

  • Für Fahrradfahrer werden beidseitig baulich abgesetzte Radwege hergestellt.


Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, wertete den Umbau des Leibnizplatzes als wesentlichen Bestandteil der Begleitmaßnahmen zum Bau der A 281. „Wir nutzen die Chance, Fehler früherer Planungen zu korrigieren. Alle Verkehrsteilnehmer werden letztlich von der neuen Situation profitieren. Und zugleich wird der neue Leibnizplatz ein weiterer Beitrag zur Aufwertung der Neustadt werden.“


Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen 3,235 Mio. Euro. Diese Summe wird zum weit überwiegenden Teil aus den für den ÖPNV vorgesehenen zweckgebundenen Bundesmitteln finanziert. Die bremischen Mittel in Höhe von 450.000 Euro stehen im Rahmen der bereits bewilligten Mittel für die A 281 zur Verfügung.


Baubeginn wird Ende 2005 sein. Die Fertigstellung wird für das Frühjahr 2007 angestrebt.


2. Unfallschwerpunkt Tiefer wird beseitigt
Von März bis November 2006 wird die Tiefer zwischen Altenwall und Wilhelm-Kaisen-Brücke umgebaut. In den vergangenen Jahren hat sich der Kreuzungsbereich Tiefer/ Altenwall als Unfallschwerpunkt in Bremen erwiesen. Zudem ist die in Kleinpflaster gebaute Straße überwiegend in einem schlechten Zustand und die Führung der stark genutzten Radwege entsprechen in keiner Weise der Erfordernissen. Daher ist es erforderlich diesen bereich grundlegend umzugestalten. Dabei wird unter anderem der unsignalisierte Rechtsabbieger vom Altenwall in die Tiefer aufgehoben und der Platzbereich Altenwall neu gestaltet. Dabei wird die Zahl der Stellplätze für KfZ erhöht. Gleichzeitig werden hier Fahrradstellplätze geschaffen und Silberlinden neu gepflanzt.

In der Unterführung wird die komplette Fahrbahnoberfläche mit Asphalt erneuert. Und an der Südseite der Tiefer (Weserseite) entsteht ein neuer Radweg. Auf der Nordseite wird der Radweg auf ganzer Länge ausgebaut. Auf der Wilhelm-Kaisen-Brücke zwischen Martinistraße und Osterstraße werden die vorhandenen Radwege ummarktiert, so dass die Brücke auf beiden Seiten künftig im Zweirichtungsverkehr befahren werden kann.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme betragen 3 Millionen Euro.


3. Doventor wird umgebaut
Im Zuge der zahlreichen Baumassnahmen im Stephaniequartier wird es erforderlich, die Verkehrsanlagen im Bereich Doventor neu zu gestalten. Mit dem Umbau soll am westlichen Ende der Bremer Innenstadt eine stadtbild- und verkehrsgerechte Nahtstelle zur Hafenvorstadt und zum Medienquartier Bremen entstehen. Unter anderem ist vorgesehen, das in der Neuenstraße in Bau befindliche Parkhaus über einen direkten Linksabbieger anzubinden. Das Medienzentrum im Bereich Diepenau soll durch Schaffung neuer Verkehrsbeziehungen besser erreichbar werden und die Fußgänger sollen verbesserte Möglichkeiten erhalten, den Knotenpunkt Doventor zu queren. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme sollen 1,72 Mio. Euro nicht überschreiten.

Der Ausbau ist für die Sommerferien 2006 zwischen Juni und September vorgesehen.