Sie sind hier:
  • Innovative Technik für bremische Gebäude spart Energie und Kosten

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Innovative Technik für bremische Gebäude spart Energie und Kosten

22.06.2005

Bremer Schulen kommen ans Netz: Nicht nur Schüler, Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter nutzen zunehmend das Internet und digitale Kommunikationstechnik, auch die Gebäudetechnik wird vernetzt – vorrangig in Schulen, aber auch in anderen stadteigenen Gebäuden.


Der Eigenbetrieb Gebäude und Technikmanagement Bremen (GTM) baut ein Gebäudeleitsystem auf, mit dem sich die technischen Anlagen in den stadteigenen Gebäuden noch effektiver und wirtschaftlicher betreiben lassen. Läuft die Heizanlage wirklich genau dann, wenn sie gebraucht wird - und mit den richtigen Heißwassertemperaturen? Wo liegt der Fehler, wenn es irgendwo nicht richtig warm wird? Dies und vieles mehr ist nun auf Bildschirmen der Zentralen Leitstelle für die Gebäudeleittechnik zur Heizungssteuerung bei GTM zu erkennen und kann bei Bedarf genau eingestellt werden, damit z. B. nicht die ganze Heizanlage eines großen Gebäudes hochgefahren wird, nur weil es in einem Raum zu kühl war und eigentlich mehrere Umwälzpumpen richtig aufeinander einzustellen waren. Außerdem muss nicht mehr jeder Hausmeister seine Regler einzeln umprogrammieren, um die Heizung zu Ferienbeginn runter und zu Ferienende wieder rauf zu drehen. Dies wird in den aufgeschalteten Gebäuden nun zentral gesteuert und auch so eingestellt, dass es im Winter nicht zu Frostschäden im Heizungssystem kommt.


Das besondere am Bremer System: Anlagen verschiedener Hersteller in den zahlreichen öffentlichen Gebäuden der Stadt vorhanden sind, werden auf eine einheitliche Leittechnik aufgeschaltet. So ist eine besonders effektive Bedienung möglich.


Die ersten 100 Gebäude sind jetzt in das System integriert – Anlass für eine Prüfung des Erfolgs: Die mit der Leittechnik verbundenen Gebäude standen im Vergleich mit Gebäuden, in denen die Heizungstechnik ebenfalls saniert ist, die aber noch nicht mit der Leitzentrale verbundenen sind. Mit dem Ergebnis, dass die intensivere Überwachung und genauere Steuerung mit Hilfe der zentralen Gebäudeleittechnik hat eine Einsparung der Heizenergiekosten von rund 5% Prozent ergeben. Das machte für die schon auswertbaren Gebäude über 100.000 Euro pro Jahr aus. Hochgerechnet besteht für alle stadteigenen Gebäude damit ein Einsparpotential von einer halben Million Euro.