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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Pressemitteilung mit Foto Bundesautobahn-Anschlussstelle Hemelingen neu eröffnet

20.06.2005

Ausbau zum Vollknoten vorzeitig abgeschlossen - Schnellere Verkehrsanbindung für Gewerbepark Hansalinie Bremen

Die Bremer Investitions-Gesellschaft mbH informiert:

Seit November 2002 wurde die Anschlussstelle Hemelingen an der Bundesautobahn (BAB) A1 zu einem Vollanschluss, einem so genannten „Kleeblatt“, ausgebaut. Die Hauptbauarbeiten konnten im Juni 2005 –zwei Monate früher als ursprünglich geplant erfolgreich abgeschlossen werden. Aus diesem Anlass eröffneten Jens Eckhoff, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, und Dr. Uwe Färber, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen, heute (Montag, 20. Juni 2005) den neuen BAB-Vollknoten Hemelingen und gaben durch die Enthüllung eines neuen Autobahn-Hinweisschildes symbolisch den Verkehr an der umgebauten Anschlussstelle Hemelingen frei.

“Kommentartext“


„Es ist uns gelungen, den Ausbau der Anschlussstelle bis auf wenige Ausnahmen unter Aufrechterhaltung des sechsstreifigen Autobahnverkehrs umzusetzen“, sagte Jens Eckhoff, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr. Zu diesem Zweck sei die Maßnahme in vier verschiedene Bau- bzw. Verkehrsführungsphasen unterteilt worden. Schrittweise wurden dann je nach Baufortschritt die neuen Fahrmöglichkeiten für den Verkehr hergerichtet und freigegeben. Durch ein straffes Projektmanagement der mit den operativen Arbeiten beauftragten WfG Bremer Wirtschaftsförderung GmbH konnte der ursprünglich für den Herbst 2005 geplante Bauabschluss nun zwei Monate früher realisiert werden. Die Kosten der Bauarbeiten betragen insgesamt ca. 28 Mio. Euro und liegen unter den Plankosten von 29 Mio. Euro. Die Finanzierung teilen sich der Bund (2/3) und das Land Bremen


Für Bremen stellt die Anschlussstelle Hemelingen eine der wichtigsten Verknüpfungspunkte zur Bundesautobahn A1, der Hansalinie, dar. Der Umbau war notwendig geworden, weil die vorhandenen Trassierungen nicht mehr den technischen und verkehrlichen Anforderungen an einen modernen Autobahnanschluss entsprachen. Die Leistungsfähigkeit war bei weitem überschritten. Bereits 1998 betrug das durchschnittliche tägliche Verkehrsaufkommen auf dieser Strecke bis zu 130.000 Fahrzeugen, davon bis zu 26 Prozent Lkws. Hinzu kam die Notwendigkeit, den Gewerbepark Hansalinie verkehrs- und leistungsgerecht an das überregionale und an das regionale Straßennetz anzuknüpfen.


„Der Gewerbepark Hansalinie ist bereits eine Bremer Erfolgsgeschichte“, sagte Dr. Uwe Färber, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen. „Durch den leistungsfähigen Ausbau der Anschlussstelle Hemelingen verbessern sich die Standortfaktoren dieses Gewerbegebietes weiter.“ Im Gewerbepark Hansalinie konnten dank der erstklassigen Autobahnanbindung und der Nähe zu Daimler Chrysler bereits eine Reihe von Unternehmen erfolgreich angesiedelt werden. Zurzeit arbeiten hier 53 Unternehmen mit etwa 1.800 Beschäftigten. Branchenschwerpunkte sind Automobil-Zulieferbetriebe, Verkehr bezogene Dienstleistungen sowie verarbeitendes und produzierendes Gewerbe. „Von den 52 Hektar Fläche im Gewerbepark Hansalinie sind heute noch acht Hektar frei verfügbar. Unter Annahme der bisherigen Vermarktungsleistungen müssten diese Flächen in etwa zwei Jahren vergeben sein. Bremen muss weiterhin bedarfsgerecht Autobahn nahe Flächenreserven erschließen, um auch in Zukunft an der Beschäftigungsdynamik des Wachstumsbandes A1 teilzuhaben“, so Staatsrat Dr. Färber weiter.


Die mit der Erschließung und Vermarktung des Gewerbeparks Hansalinie Bremen beauftragte WfG Bremer Wirtschaftsförderung GmbH, ein Unternehmen der BIG-Gruppe, konnte seit 1999 durch ihre Aktivitäten 850 Arbeitsplätze in der Hansalinie sichern und zur Schaffung von 950 neuen Arbeitsplätzen beitragen. Durch öffentliche Investitionen im Gewerbepark Hansalinie Bremen wurden private Investments in Höhe von ca. 120 Mio. Euro induziert.


Fakten und Zahlen zum Umbau der BAB-Anschlussstelle Hemelingen:Im Zuge der Baumaßnahmen an der Anschlussstelle Hemelingen wurden insgesamt ca. 700.000 Kubikmeter Bodenmaterial bewegt und 5.200 Quadratmeter Spundwände eingebracht. Für die Brückenbauwerke fanden 2.600 Meter Bohrpfähle Verwendung. Inklusive der Überbauung des südlichen Bereichs des Arberger Kanals wurden ca. 6.500 Kubikmeter Beton und etwa 650 Tonnen Beton-, Spann- und Baustahl eingebaut. Ferner wurden mehr als 4,9 Hektar Asphaltdecke in den Verbreiterungsbereichen, dem Zubringer und der neuen Rampe hergestellt sowie 3,6 Kilometer Gräben und Mulden als Entwässerungseinrichtungen und 4 Rückhaltebecken erstellt.