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Die Senatorin für Finanzen

Der Schutz tropischer Ökosysteme steht im Mittelpunkt

Bürgermeisterin Karoline Linnert besucht Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie

01.08.2014

1991 mit drei Beschäftigten gestartet und jetzt, 23 Jahre später, 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über 60 Doktoranden aus 20 Ländern, Forschungsstationen in Brasilien und Indonesien, seit 2009 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft – die Direktorin des Bremer Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT), Prof. Dr. Hildegard Westphal, präsentierte Bürgermeisterin Karoline Linnert bei deren Besuch des Instituts im Technologiepark eine stolze Bilanz. Der Erhalt tropischer Ökosysteme, die Frage, welche Auswirkungen das sich wandelnde menschliche Verhalten hat und wie ein nachhaltiges Management aussehen kann, damit setzen sich Natur- und Sozialwissenschaftler gemeinsam am ZMT auseinander. "Der interdisziplinäre Ansatz ist uns wichtig, genauso wie der Austausch auf Augenhöhe mit den Menschen in den Tropen, den Dorfältesten, Fischern oder Gewerbetreibenden", betont Prof. Dr. Matthias Wolff, der seit Gründung des ZMT zum Team gehört. Karoline Linnert freute sich über den offenen Arbeitsansatz der Forscherinnen und Forscher: "Missionarische Wissenschaftler, die mit ihren Patentrezepten die Welt beglücken wollen, sind von gestern."

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Dr. Andreas Kunzmann zeigt Bürgermeisterin Linnert ein Aquarium im ZMT

Das Thema Wissensaustausch steht ganz oben auf der Agenda des ZMT – international, aber auch in Bremen vor Ort. Dr. Bevis Fedder berichtete von einem internationalen Workshop in Bremen Anfang nächsten Jahres und stellte eine Idee zum regionalen Wissensaustausch vor: "Wir würden uns freuen, wenn es in Bremen zu einer Aktion "Leibniz im Landtag" kommt. Die Leibniz-Institute aus Bremen und Niedersachsen im persönlichen Dialog mit der Politik über aktuelle Forschungsergebnisse." Kommentar der Bürgermeisterin: "Eine sehr gute Idee – die Öffnung der Wissenschaft hin zur Stadt ist wichtig. Viele Bremerinnen und Bremer wissen gar nicht, welche tollen Forschungsergebnisse in ihrer direkten Nachbarschaft erzielt werden. Das ist schade."

Zum Abschluss des Besuchs besichtigte Karoline Linnert die Meerwasserversuchsanlage des ZMT. In zahlreichen Aquarien werden unter tropischen Bedingungen Zukunftsszenarien mit unterschiedlichen Varianten der Klimaveränderung untersucht. Dr. Andreas Kunzmann, erklärte: "Wir variieren unter anderem die Temperatur und die CO2-Belastung, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Korallenriffe zu untersuchen. Dazu gehört auch die aufwendige Zucht tropischer Algen als natürliche Ernährungsquelle der dort heimischen Fische." Korallenriffe sind nicht nur wunderschön – auch aus anderen Gründen sind sie erhaltenswert. Sie schützen vor Erosion und Stürmen und sichern den natürlichen Fischreichtum und damit die zentrale Nahrungsquelle der Küstenanrainer. Die Bürgermeisterin betonte: "Der weltweite Klimawandel geht uns alle an. Die Energiewende in Deutschland leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Umwelt. Wir alle sind gefordert, öffentliche Verwaltung, Firmen und Institutionen genauso wie Privatpersonen, nachhaltig zu handeln – im eigenen Interesse und dem nachfolgender Generationen. Die Bremer Verwaltung kauft nachhaltig ein und hat damit in Deutschland eine Vorreiterrolle übernommen. Wir berücksichtigen beim Einkauf Umweltaspekte genauso wie die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung. Im Detail oft keine leichte Aufgabe – aber ein erfolgreicher Anfang ist gemacht."

Foto: Pressereferat, Senatorin für Finanzen