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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Wie Firmen im Land Bremen aus Kälte Energie gewinnen

25.11.2004

Einsparpotenziale durch Energieeffizienz: ’partnerschaft umwelt unternehmen’ veranstaltet Info-Vortrag

Wie kann ich in meinem Betrieb mehr Strom sparen? Wie lässt sich frei werdende Energie aus Produktionsprozessen optimal nutzen? Und welche Fördermöglichkeiten gibt es für mein Unternehmen bei Investitionen zur Energieeinsparung? Auf diese und viele andere Fragen erhielten die Gäste der ’partnerschaft umwelt unternehmen’ (puu) am 24. November bei einem Vortrag zum Thema „Einsparpotenziale durch Energieeffizienz“ eine Antwort. Dazu eingeladen hatte der RKW Bremen e.V., der die vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr initiierte Partnerschaft koordiniert und regelmäßig Veranstaltungen organisiert, die Mitgliedern des Netzwerks einen Wissensvorsprung im Bereich Umwelttechnik und Einsparmöglichkeiten bieten.


Der Info-Abend mit Beratungscharakter lockte viele aktive Mitgliedsunternehmen und Interessierte aus Bremerhaven und Bremen in die Strandhalle der Seestadt. Unter den Teilnehmenden waren unter anderem Geschäftsführer und Umweltbeauftragte der MWB Motorenwerke Bremerhaven AG, des Rübeling Dental-Labor, der SWB AG, der nordEnergie AG, der Nordsee-Fischspezialitäten und der Siemens AG. Auf die Vielfältigkeit ihrer Branchen abgestimmt waren die Vorträge zweier erfahrener

Referenten: Dr. Cornelis Rasmussen von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Bremer Energie-Konsens GmbH stellte das bundesweit einzigartige Beratungsprogramm „Gewerbe-Impuls“ vor. Das Programm bietet Betrieben in Bremen und Bremerhaven unter anderem kostenlose Energiechecks, die die Bedürfnisse von Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung und Tätigkeitsfelder berücksichtigen.


Besonders interessant: Dr. Rasmussen nannte nicht nur die guten Ergebnisse von „Gewerbe-Impuls“ im vergangenen Jahr – bei 20 Betrieben wurde durchschnittlich ein Einsparpotenzial von 15 Prozent aufgedeckt – sondern auch Maßnahmen, mit denen sie zu realisieren sind. Für puu-Mitglieder ergibt sich durch die enge Kooperation der Bremer Energie-Konsens mit der Koordinierungsstelle der ’partnerschaft umwelt unternehmen’ ein doppelter Vorteil. „Für mich persönlich sind insbesondere die Hinweise von Frau Staatsrätin Kramer zu den Förderprogrammen des Landes Bremen interessant, die sich auch an Großunternehmen wie der BSAG und den STAHLWERKEN BREMEN mit energieintensiven Aktivitäten wenden. Darüber hinaus helfen Beiträge wie der heutige zum Thema Kältetechnik, die eigenen Anlagen hinsichtlich Energiesparoptionen aus anderem Blickwinkel zu betrachten. Das puu-Programm verknüpft auf diese Weise optimal Investitionen in die Umwelt mit ökonomischen Vorteilen für das Unternehmen“, sagt Diplom-Geologin Britta Christensen, bei den Stahlwerken Bremen zuständig für den Emissionshandel in der Energieabteilung.


Der zweite Referent Jörg Probst, Geschäftsführer des Gertec Ingenieurbüro in Essen, informierte über eine in Deutschland noch verkannte Energieeinsparmöglichkeit: die Nutzung von Kälte. „Fast alles konzentriert sich auf die Rückgewinnung und Wiederverwendung von Wärme. Dabei können 8,6 Prozent des Energiebedarfes durch Kälte gedeckt werden. Und die wird heute in vielen gewerblichen und industriellen Arbeitsprozessen eingesetzt“, erklärte Probst. Mit vielen Beispielen zeigte er den puu-Mitgliedern und ihren Gästen auf, wie sich Kälteerzeugung und -anwendung mit kleinen optimierenden sowie investiven Maßnahmen effizient umsetzen lässt. Viel Raum blieb dabei für Fragen der Gäste zu Möglichkeiten im eigenen Unternehmen.


Auf der puu-Veranstaltung dabei zu sein, war auch für die Staatsrätin Christine Kramer vom Senatsressort Bau, Umwelt und Verkehr verpflichtend. Denn: Die ’partnerschaft umwelt unternehmen’ ist ein Netzwerk von Bremer und Bremerhavener Unternehmen, Verwaltung und Politik, das durch die Neuaufnahme interessierter Firmen eine ständige Erweiterung seines Kreises und damit seines Know hows verfolgt. Staatsrätin Kramer machte auf die unterstützenden Aktivitäten und Fördermöglichkeiten des Landes Bremen für betrieblichen Umweltschutz und Energieeinsparung aufmerksam und forderte auf, diese auch zu nutzen. An die Adresse der anwesenden Nicht-Mitglieder unterstrich sie die Vorteile der Umweltpartnerschaft. Schließlich werde gemeinsam ein Ziel verfolgt: die Qualität des Standorts Bremen/Bremerhaven in Sachen Innovation und Umweltschutz weiter zu erhöhen.



Weitere Informationen zur 'partnerschaft umwelt unternehmen': Koordinierungsstelle 'partnerschaft umwelt unternehmen' c/o RKW Bremen e.V., Telefon 0471/3083131 oder unter www.puu-online.de .

Weitere Presseinformationen für Medienvertreter:
im Auftrag der Koordinierungsstelle 'partnerschaft umwelt unternehmen' c/o RKW Bremen e.V. Ecolo, Regan Mundhenke, Telefon 0421/23001116, regan.mundhenke@ecolo-bremen.de.