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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Wieder freie Fahrt in der Hamburger Straße

29.09.2004

Bausenator Eckhoff: Die Östliche Vorstadt hat gewonnen

Eine schwierige Zeit für Anwohner und Geschäftsleute in der Hamburger Straße ist zuende. Nach 20-monatiger Bauzeit und damit eineinhalb Monate eher als geplant, hat der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, heute (29.09.2004) die Straße für den Verkehr freigegeben. Eckhoff: „Die Baumaßnahme hat für die gesamte Östliche Vorstadt erhebliche Belastungen mit sich gebracht. Aber die Projektsteuerung des Amtes für Straßen und Verkehr hat alles getan, um die Baumaßnahme zügig, möglichst reibungslos und im geplanten Kostenrahmen abzuwickeln. Jetzt zählt das Ergebnis und das ist: Die Hamburger Straße ist schöner und für alle Verkehrsteilnehmer besser nutzbar. Die Östliche Vorstadt hat deutlich gewonnen. Und: das schwierige Projekt ist in großem Konsens mit den Betroffenen vor Ort durchgeführt worden.“

Die letzten Abschnitte der Umbaumaßnahme umfassten den Teilbereich der Hamburger Straße zwischen Kreuzung Lüneburger Straße / Hamburger Straße bis ca. 80 m westlich der Kreuzung Stader Straße / Hamburger Straße. Dort schließt die Straße an den bereits zuvor umgebauten Teil der Hamburger Straße an. Die Baumaßnahme, die aus logistischen Gründen in vier einzelne Bauabschnitte unterteilt war, hatte im Januar 2003 begonnen.

Die Kosten für die Abwicklung dieser Maßnahme belaufen sich auf ca. 10 Mio. €. Dieser Betrag umfasst die Erneuerung der Kanalisation und der Hausanschlüsse, die Sanierung der Gleisanlagen einschließlich der Haltestellenpunkte sowie der Straßenbauarbeiten, der Beleuchtung und der Grünflächen.

Die frühere Hamburger Straße wurde dem städtebaulichen Befund der überwiegend historisch geprägten Bebauung nicht mehr gerecht. Ein Umbau war daher sowohl aus verkehrlichen wie aus städtebaulichen Belangen geboten.

Die Maßnahme schließt an den bereits umgebauten Teil der Hamburger Straße mit den weiterführenden Straßenzügen Auf der Hohwisch und Fleetrade an.

Die Straße war und ist eine wichtige Ost-West-Verkehrsachse, auf der auch die Straßenbahnlinie 3 verkehrt. Alle Haltestellen wurden im Komfort wesentlich verbessert. Im Zuge der Umgestaltung des Straßenzuges, wurden alle Gleise komplett erneuert. Die Beeinträchtigungen der Anwohner durch Lärm und Erschütterungen werden dadurch künftig spürbar verringert. Die Lichtsignalsteuerung an den Knotenpunkten wurden ebenfalls erneuert. Die Steuerung erfolgt nunmehr verkehrsabhängig.

Das künftige Verkehrsaufkommen bleibt im gesamten Straßenzug weitgehend unverändert. Der motorisierte Individualverkehr wird auf einem Fahrstreifen pro Richtung abgewickelt. Die beidseitigen Längsparkstände wurden erhalten und ermöglichen einen reibungslosen Wirtschaftsverkehr zu den Be- und Entladezeiten.

An der Hamburger Straße wurden beidseits durchgehende Radfahrstreifen angelegt. Im Bereich der Straßenbahnhaltestellen und auf der nördlichen Seite im Abschnitt Nienburger Straße bis Stader Straße wurden die Radwege abgesetzt. Gegenüber der früheren Situation stellt das eine eindeutige Verbesserung, insbesondere bezüglich der Verkehrssicherheit für den Radverkehr dar.

Für Fußgänger stehen ausreichend breite Gehwege zur Verfügung. Die Querungsmöglichkeiten wurden durch vorgezogene Seitenräume und lichtsignalisierte Übergänge verbessert. Die Aufenthaltsqualität gewinnt durch die Neugliederung des Straßenraumes, besonders durch die Baumpflanzungen und durch die neuen Oberflächenbeläge. Der Alleencharakter der Hamburger Straße wird durch 40 zusätzliche Bäume, die im November gepflanzt werden, deutlich betont.

Die Zahl der Parkplätze ist nahezu unverändert geblieben. Drei Viertel der insgesamt 221 Parkplätze stehen den Verkehrsteilnehmern rund um die Uhr zur freien und unbeschränkten Verfügung. Die restlichen Parkplätze werden zum Be- und Entladen durch entsprechende Verkehrsschilder geschützt, bzw. bewirtschaftet, um zu gewährleisten, dass die Parkplätze vor den Einzelhandelsgeschäften nicht von Dauerparkern belegt werden.

Das Parkraumkonzept wurde im Konsens mit den Vertretern der örtlichen Interessensgemeinschaften und mit dem Ortsbeirat Östliche Vorstadt erarbeitet.