Sie sind hier:

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Mit dem Internet auf Wohnungssuche

19.02.2004

Datenbank gibt Auskunft über barrierefreie Mietwohnungsangebote in der Stadt Bremen

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, hat heute (Do. 19.2.2004) in der Neubürgeragentur bremen-service die neue Datenbank für barrierefreie Wohnungen frei gegeben. Mit der Datenbank soll für Menschen mit Behinderungen die Suche nach einer entsprechenden Mietwohnung in der Stadt Bremen vereinfacht werden.
Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr hat in Kooperation mit "bremen_service die neubürgeragentur" und den bremischen Wohnungsbaugesellschaften ein Internetangebot entwickelt, das eine schnelle Übersicht über die zur Verfügung stehenden Wohnungen ermöglicht.
Mit der Einrichtung der Datenbank sollen nun alle Angebote zentral an einer Stelle zusammengeführt werden und stets für "Suchende" eine aktuelle Abbildung an freien Mietwohnungen aufzeigen, bzw. die benennen, die in den nächsten drei Monaten frei werden. Die laufende Pflege, d.h. Aktualisierung des Angebotes erfolgt direkt über die einzelnen Wohnungsgesellschaften in zum Teil täglichem Turnus bzw. spätestens monatlich.
In Sinne einer großen Transparenz soll die Datenbank gezielt informieren und Ansprechpartner benennen sowie möglichst mit Fotos und Grundrissen das Angebot überschaulich darstellen.
Die Website der Neubürgeragentur www.bremen-service.de ist ein Portal für Menschen, die nach Bremen gezogen sind oder ziehen möchten und sich über die Angebote der Stadt informieren wollen, aber auch für Bremer selbst, die sich mit dem Gedanken tragen sich zu verändern. Über den Internetpfad www.barrierefrei-in-bremen.de sind die Angebote ebenso abrufbar. Des weiteren wird auf den Seiten über www.bremen.de ein Hinweis auf die neue Datenbank erfolgen.
Das Informationsangebot der Datenbank über das Medium Internet richtet sich in erster Linie an Personen, welche stark gehbehindert oder gehunfähig sind.


Die Datenbank ist so aufgebaut, dass Interessierte sich ein möglichst detailliertes Bild des vorhandenen Angebots der Wohnungen mit Status frei oder verfügbar innerhalb der nächsten drei Monate machen können. Um die Suche zielgerichtet zu gestalten sind auf der Startseite zunächst drei Gruppen von Wohnungen definiert worden, die sich an den jeweiligen DIN-Normen zum Begriff "Barrierefrei" und den Landesregelungen orientieren. Die Wohnungsunternehmen werden ihren freien Mietwohnungsbestand diesen Kategorien zuordnen:

  • Vollständig barrierefrei
  • barrierefrei
  • eingeschränkt barrierefrei

Die vorgenannten Eigenschaften und Kriterien werden soweit vorhanden angezeigt. Außerdem können Freitextangaben und Bilder der entsprechenden Objekte angezeigt werden. Zusätzlich zu diesen angezeigten Informationen wird die Möglichkeit geboten, die Seite auszudrucken, per Link weitere Informationen über die Wohnung auf der Website des Eigentümers anzusehen sowie optional direkt per Formular Kontakt zum Ansprechpartner aufzunehmen. Die Druckansicht bietet alle Informationen der Wohnungsübersicht und ist für den Ausdruck optimiert.
Über die Auswahlseite der Datenbank können Interessierte eine Auswahl nach Stadtteil, Kaltmiete, Wohnfläche oder Zimmeranzahl treffen.
Parallel zu dieser Datenbank wird auf Seiten der Verwaltung eine zweite Datenbank geführt, die alle Wohnungen des Oberbegriffs "barrierefrei" enthalten wird, die in Bremen vorhanden, aber vermietet sind. Diese Datenbank ist nicht für Dritte einsehbar, sondern dient ausschließlich der Erhebung und Bilanzierung des gesamten Wohnungsbestandes in der Stadt Bremen und kann für die Stadt und die Wohnungsunternehmen als Planungsinstrument genutzt werden. Eine freie Wohnung wird nach erfolgter Vermietung, ohne Angabe personenbezogener Daten, in diese Datenbank wechseln.
Senator Jens Eckhoff wertete das neue Angebot als Bestandteil der Serviceoffensive Bremens. "Bremen muss seine Qualitäten als Wohnort für alle Zielgruppen offensiv kommunizieren. Gerade für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist eine solche Datenbank eine große Hilfestellung bei der Suche nach geeignetem Wohnraum."
Zugleich ermunterte Eckhoff die Wohnungswirtschaft insbesondere bei der Sanierung von Wohnraum eine möglichst weitgehende Barrierefreiheit zu sorgen. "Ich würde mir von der Wohnungswirtschaft wünschen, dass sich das Angebot in Qualität und Quantität noch deutlich steigern lässt." Gerade auch jüngere Menschen sind durch Krankheit zunehmend auf barrierefreie Wohnungen angewiesen und darüber hinaus ist auch angesichts des demographischen Wandels das Thema Seniorenwohnen in der Wohnungswirtschaft von großer Bedeutung und sollte somit einen wichtigen Stellenwert einnehmen.


Die Datenbank für barrierefreie Wohnungen ist zu erreichen unter: www.barrierefrei-in-bremen.de