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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Car-Sharing statt Behördenautos

04.12.2003

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr werden künftig einen Teil Ihre Dienstfahrten mit Car Sharing Autos durchführen. Damit ist der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr die erste senatorische Dienststelle, die einen Nutzungsvertrag mit dem Bremer Car-Sharing Anbieter cambio StadtAuto Bremen geschlossen hat.


Brepark Geschäftsführer Peter Rienäcker, cambio-Geschäftsführerin Kerstin Homrighausen und Bausenator Jens Eckhoff im Parkhaus ‚Am Brill’.

cambio StadtAuto Bremen richtet in Kooperation mit der Brepark eine neue Car-Sharing in unmittelbarerer Nähre der senatorischen Dienststelle im Parkhaus ‚Am Brill’ ein, die seit dem 1.12. betriebsbereit ist. Hier werden zunächst vier Fahrzeuge den cambio Kunden zugänglich sein. Ein weiterer Ausbau ist möglich. Zum Hintergrund: Im Rahmen einer Umweltprüfung wurde vom Senator für Bau, Umwelt und Verkehr die Nutzung und Kostenstruktur des eigenen PKW-Fuhrparks analysiert. Dabei wurde herausgefunden, dass von den neun Fahrzeugen, die prinzipiell durch Car-Sharing ersetzbar sind, maximal sieben zeitgleich in Nutzung waren. Zudem waren einige Fahrzeuge sehr alt und hatten einen schlechten Emissionsstandard und dementsprechend hohe Kfz-Steuern.

Deshalb wurde entschieden, zunächst fünf Fahrzeuge zu verkaufen, bzw. die Leasing-Verträge zu beenden. Bei weiteren laufenden Leasingverträgen besteht in 2004 die Option, auch diese durch Car-Sharing zu ersetzen. Die 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf eine Kfz-Nutzung für dienstliche Angelegenheiten angewiesen sind, haben nun die Möglichkeit, cambio-Autos zu nutzen. Es ist absehbar, dass durch den Vertrag mit cambio eine Einsparung erzielt wird. Bezifferbar wird diese erst nach einem Jahr sein.

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff: "Dies ist ein erster großer Schritt zu einem modernen Fuhrparkmanagement im öffentlichen Dienst. Es kommt nicht darauf an, Fahrzeuge für den maximalen Bedarfsfall vorzuhalten, sondern flexibel auf tatsächliche Erfordernisse reagieren zu können. So sparen wir Geld; wir sparen Parkraum und wir können jederzeit auf eine moderne Fahrzeugflotte zurückgreifen. Ich bin sicher, dass dies ein Schritt ist, der zur Nachahmung geradezu einlädt." Eckhoff betonte, dass Bremen beim Ausbau des Car Sharing europaweit führend sei. Auch die neue Dienstleitung „business CarSharing“ ist ein Bestandteil des europäischen Modellprojektes Vivaldi im Rahmen der CIVITAS-Initiative.


Die Geschäftsführerin von cambio StadtAuto Bremen, Kerstin Homrighausen verwies darauf, dass immer mehr Firmen die Dienste von Car-Sharing nutzen. Homrighausen: "Diese gemischte Nutzung von Firmen und Privatkunden erhöht die Effizienz des Car-Sharing und ermöglicht so die weitere, wohnortorientierte Entwicklung. Derzeit gibt es über 3.000 Car-Sharing Kunden bei cambio in Bremen. Diese haben nach den vorliegenden Studien etwa 700 private Fahrzeuge durch die etwa 100 cambio-Fahrzeuge ersetzt."


Der Geschäftsführer der Brepark, Peter Rienäcker verwies darauf, dass die neue CarSharing Station die gute Zusammenarbeit fortsetze, die Brepark und cambio bereits bei den Mobilpunkten begonnen haben. Rienäcker: "Dieses ist ein Beispiel modernen Parkraummanagements. Durch die Kooperation mit dem Senator für Bau, Umwelt und Verkehr ist eine Auslastung sichergestellt, die es ermöglicht, auch anderen cambio-Kunden dieses citynahe Angebot anbieten zu können.