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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Natur in die Stadt geholt

05.06.2003

Die Naturbahn wirbt für Bremens Naturschätze

Wer seine Sinne schärft und mit offenen Augen und Ohren durch Bremen geht, der findet fast überall große und kleine Naturschätze. Nicht nur in den 16 Naturschutzgebieten sonder auch an vielen anderen Stellen der Stadt, zuweilen auch vor der eigenen Haustür. Auf diese Schätze aufmerksam und neugierig zu machen und auf die Schutzbedürftigkeit hinzuweisen, ist Ziel des Projektes Naturbahn. Grafisch ansprechend mit Naturmotiven der Bremer Landschaft gestaltet fährt ein Straßenbahnzug von heute (5.6.21003) an ein Jahr lang im Linienverkehr durch Bremen und transportiert das Thema - im wahrsten Sinne des Wortes – in die Öffentlichkeit.

Die Bremer Naturbahn ist ein Projekt der Senatorin für Bau und Umwelt im Rahmen des Programms „Erlebnisraum Natur“. Es wird begleitet von einem attraktiven Rahmenprogramm der Bremer Naturschutzverbände.

Für die Gestaltung der Naturbahn wurde an der Bremer Hochschule für Künste ein Wettbewerb veranstaltet. Harald Schweers, Geschäftsführer der Agentur Haase & Knels + Schweers im Schnoor, betreute die teilnehmenden Studentinnen und Studenten während der mehrmonatigen Entwurfsphase. Aus einer Vielzahl eingereichter Unterlagen prämierte im November 2002 eine aus Vertretern der Bremer Straßenbahn AG, des Senators für Bau und Umwelt und der Agentur Haase & Knels + Schweers zusammengesetzte Jury die besten Entwürfe.

Der 1. Preis ging an Matthias Ramsch, dessen Entwurf nun die Bremer Naturbahn schmückt.

Naturschutzverbände und viele klein Aktionsgemeinschaften und Vereine werden sich am Rahmenprogramm beteiligen, das die Fahrt der Naturbahn durch die Monate begleiten wird. Exkursionen, Schwerpunkttage zu bestimmten Themen oder Landschaften sind geplant. Mit Faltblättern, Plakaten und Postern, einem Naturbahnmalbogen, einer Ausstellung über biologische Vielfalt und einer Internetpräsentation www.erlebnisraum-natur.bremen.de wird zum aktiven Erleben der Bremer Natur einladen.

Die Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, bedankte sich bei allem, die mit ihrem Engagement die Naturbahn möglich gemacht haben. "Wir haben im Land Bremen 16 Naturschutzgebiete, die nicht nur Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere sind, sondern in vielen Fällen auch als ruhiger Erlebnis- und Erholungsraum von großer Bedeutung für die Stadt sind. Die Naturbahn ist eine wundervolle Möglichkeit, das Bewusstsein für diese Bremer Kostbarkeiten zu wecken und zu pflegen."

Als Hauptsponsor für die Naturbahn tritt die hanseWasser auf. Dr. Jürgen Schoer, Geschäftsführer der hanseWasser: "Unsere wichtigste Unternehmensaufgabe ist es, das Bremer Abwasser möglichst sauber wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurück zu geben. Dafür wurden seit Anfang der achtziger Jahre rund 250 Mio. Euro in die Verbesserung der Kanalisation und die Kläranlagen investiert. Das Baden wieder möglich ist, zeugt von der Wirksamkeit der heutigen Abwasserreinigung. Warum grade wir uns für die Naturbahn engagiert haben zeigt das Beispiel der Naturlandschaft Blockland: Wenn es in Bremen wie aus Kübeln schüttet, ist durch die verbesserte Kapazität der Kanalisation unter anderem die Kleine Wümme vor Abwasser aus überlasteten Kanälen besser geschützt."

Die Bremer Naturbahn fährt mit Unterstützung von hanseWasser. Ferner wird das Projekt gefördert durch botanika sowie der Sparkasse Bremen und der Firma Harder-Allround-Werbung.