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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Bremer Umweltpreis: Ansporn für innovative Unternehmen

03.06.2003

Mit dem erstmals ausgelobten Bremer Umweltpreis möchte die Senatorin für Bau und Umwelt einen weiteren Anreiz für das enge Miteinander von Wirtschaft und Umwelt setzen. Nach der jüngst erfolgten Gründung der "partnerschaft umwelt unternehmen" – einer Gemeinschaftsaktion des Senators für Bau und Umwelt, der Bremer Innovations-Agentur (BIA),der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS) und des RKW Bremen e.V. – ist der Bremer Umweltpreis die zweite neue Initiative für den zukunftsfähigen Standort Bremen.

Der neue Bremer Umweltpreis zeichnet ein Unternehmen oder ein Mitarbeiterteam für her-ausragendes, vorbildliches und freiwilliges Umweltengagement aus.

Die Initiative für den Bremer Umweltpreis stammt vom Senator für Bau und Umwelt. Die Bremer Aufbau-Bank GmbH, Gesellschaft der BIG-Gruppe, ermöglicht durch ihr finanzielles Engagement den Preis, der 2003 erstmals verliehen wird.

Für den Bremer Umweltpreis steht ein Preisgeld in Höhe von 25.000 € zur Verfügung. In diesem Jahr wird es zum Start des Bremer Umweltpreis zusätzlich einen „Smart“ als Sachpreis geben, der durch das finanzielle Engagement des Smart Center Bremen ermöglicht wurde. Dieser Smart wird als Unikat erdgasbetrieben sein und so als besonderer Preis ein Beispiel für umweltfreundliche Mobilität geben. Der Bremer Umweltpreis ist damit einer der am höchsten dotierten Preise dieser Art in Deutschland.

Verliehen wird der Bremer Umweltpreis jährlich zunächst über einen Zeitraum von fünf Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums bis 2007 wird der Preis in jedem Jahr bis auf 2004 am und für den Standort Bremen verliehen. In 2004 wird er als „bremen partnership award“ international ausgeschrieben und knüpft damit an die erste Vergabe des „bremen partnership award“ in Rahmen der „bremen initiative“ im Jahr 2001 an.

Mit dem Bremer Umweltpreis sollen Projekte anerkannt werden, die sich vor allem durch eine nach-haltige Wirkung zum Schutz der Umwelt auszeichnen. Dazu zählen innovative Produktionsverfahren, Umwelt orientierte Arbeitsprozesse und Dienstleistungen, aber auch eine besondere Unterneh-menskultur oder eine an Belangen des Umweltschutzes orientierte Unternehmensstrategie ebenso wie ein Umweltprojekt, das z.B. von einem Mitarbeiterteam ausgeht. Kriterien für die Preisvergabe sind die jeweils erzielten Umwelteffekte – im Betrieb oder bei den Kunden oder für den Standort -, und die Kompetenzerweiterungen in Sachen Umwelt bei allen Beteiligten. Bewerben können sich sowohl einzelne Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven, als auch Kammern des öffentlichen Rechts, Innungen, Arbeitnehmer- oder Arbeitgeberorganisationen sowie wissenschaftliche Einrichtungen (in Verbindung mit Partnerunternehmen oder ﷓organisationen) und Mitarbeiterter(teams) von Unternehmen.

"Der Bremer Umweltpreis stellt eine hervorragende Ergänzung der ‚partnerschaft umwelt unternehmen‘ dar und spornt die Wirtschaft an, sich aktiv für nachhaltigen Umweltschutz einzusetzen", so die Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, anlässlich der Vorstellung des Preises. Gerade die mittelständische Wirtschaft sei angesprochen und aufge-fordert, sich dem Thema Umwelt offensiv zu öffnen. "Gemeinsam wollen wir das Land Bremen als Wirtschaftsplatz profilieren, an dem freiwilliges betriebliches Engagement für den Umweltschutz eine große Rolle spielt und sowohl in technologischer, als auch in organisatorischer Hinsicht innovative Lösungen entwickelt werden", so Wischer weiter. In diesem Sin-ne begrüßte die Senatorin auch das Engagement des Sponsors SMART Center Bremen, das für die am Wettbewerb beteiligten Unternehmen einen zusätzlichen Anreiz biete.

Die Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB) als Stifter des Geldpreises beteiligt sich unter ande-rem an der Finanzierung innovativer Technologien zur Verbesserung des betrieblichen Um-weltschutzes in der mittelständischen Wirtschaft. "Unser Interesse besteht darin, über Investitionen in den Umweltschutz betriebliche Abläufe zu verbessern und die Wettbewerbsfähig-keit der Unternehmen zu stärken", sagt BAB-Geschäftsführer Johann Färber. "Damit trägt die BAB – gemeinsam mit den Geschäftsbanken der Kreditnehmer – aktiv zur mittel- und langfristigen Arbeitsplatzsicherung am Standort Bremen bei.“

In 2003 wurde als zusätzlicher Sachpreis ein Smart gesponsert. Dazu sagte der Geschäftsführer des SMART Centers Bremen, Thomas Werner: "Smart steht ebenso wie der Bremer Umweltpreis für die Verbindung der Themen Ökonomie und Ökologie. Umweltschutz bei Smart bedeutet, in allen Phasen des Produktlebenszyklus, von der Entwicklung einzelner Komponenten bis zur späteren Wiederverwertung, die ökologische Verträglichkeit zu reali-sieren. Mit seinem Umweltmanagementsystem setzt Smart einen Meilenstein für die umweltverträgliche individuelle Mobilität. Antworten auf die besonderen Problemstellungen des Verkehrs in Ballungsgebieten erfordern innovative Lösungen. Der Smart beantwortet dies: Spaß und Vernunft müssen sich nicht widersprechen."

Das Bewerbungsverfahren ist schlank, einfach und transparent. Die Bewerbungsunterlagen sind ab dem 3.6.2003 abrufbar im Internet unter www.bremerumweltpreis.de oder bei der Koordinierungsstelle der ‚partnerschaft umwelt unternehmen‘ über den RKW e.V. erhältlich. Der Fragebogen kann sowohl direkt online im Internet ausgefüllt und abgesandt, als auch konventionell als Schriftstück eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist endet am 8. August 2003, die Preisverleihung findet am 7. Oktober in Bremerhaven statt.

Bewertet werden die eingereichten Bewerbungen von Expertinnen und Experten aus dem ganzen Bundesgebiet mit Hilfe des Internets und einem neuen Online-Moderationstool. Sie filtern und erstellen eine Liste mit bis zu 10 Bewerbungen für das Finale. Aus diesen vorausgewählten Finalisten bestimmt schließlich eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern aus der Wirtschaft, den Kammern, der Wissenschaft, den Medien und des Umweltschutz den Preisträger im Land Bremen.