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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Vom politischen Weltgipfel in Johannesburg zum betrieblichen Alltag in Bremen

03.09.2002

Bremer Preis für nachhaltiges Wirtschaften sucht vorbildliche Agenda-Aktivitäten

Tue Gutes und Rede darüber, nach diesem Motto werden Positivbeispiele der Bremer Wirtschaft für die Umsetzung der Agenda 21 gesucht: Beispiele von Unternehmen, die in Bremer Stadtteilen ansässig sind, große, kleine, ganz große und ganz kleine, weil sie alle das Leben in ihrem Stadtteil mit gestalten und bestimmen. Mit der „Stadtkampagne 2002 zur Agenda 21“ will der Senator für Bau und Umwelt in Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Stadtkampagne“ und den Bremer Ortsämtern und Beiräten aufzeigen, dass es auch in Bremen eine Reihe von vorbildlichen Aktivitäten im Sinne der Forderungen des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg gibt.


Mit einer Erklärung, in der der Handlungsbedarf auf lokaler Ebene betont wurde, ging am 4. September in Johannesburg die erste Rio-Nachfolgekonferenz zu Ende. Der Weltgipfel in Johannesburg hat wie keine UN-Konferenz zuvor die Bedeutung der Privatwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung heraus gestellt. Gleichzeitig gehörte gerade die mehrtätige Präsentation der Städte zu einem der Höhepunkte der Konferenz. Damit wird ein Weg fortgesetzt, den 178 Staaten 1992 in Rio de Janeiro in dem Abschlussdokument „Agenda 21“ vorzeichneten, indem sie sich verpflichten, ihre ökonomische, soziale und ökologische Entwicklung an der nachhaltigen Verträglichkeit mit den Erfordernissen für globale Gerechtigkeit, Umwelt und Stabilität auszurichten.


Die Idee einer Stadtkampagne zur Agenda 21 wurde von Bremer Bürgerinnen und Bürgern bereits 1998 entwickelt und im Jahr 2000 mit den Schwerpunkten Umwelt, Soziales und Kulturelles erstmals erfolgreich durchgeführt.


Zehn besonders vorbildliche Betriebe und Organisationen aus dem Bereich nachhaltiges Wirtschaften sollen in diesem Jahr mit Preisen im Wert von über 10.000 Euro prämiert werden. Als Sonderpreis stehen der Jury außerdem zwei „Energie-Checks“ im Gesamtwert von weiteren 10.000 Euro zur Verfügung.


Mit diesen Energie-Checks, die von der Bremer Energie Konsens GmbH gestiftet wurden, können ausgewählte Betriebe ihre Energieeinsparpotentiale erschließen und Kosten sparen.


Bewerbungen für die Stadtkampagne 2002 sind noch bis zum 15.11.2002 möglich. Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften in den Handlungsfeldern Produktion und Dienstleistung, Betriebsstätte, Arbeitsbedingungen und Bezug zum Stadtteil sollen gesucht und gefunden werden. Aktivitäten im Sinne der Agenda 21 sind beispielsweise das Angebot für flexible Teilzeitarbeitsplätze für Alleinerziehende, die Ausführung baulichen Lärmschutzes bei Betriebsstätten, die Unternehmensausrichtung beispielsweise durch Rohstoffbezug nach Nachhaltigkeitskriterien, Entwicklung ressourcenschonender Produkte und Dienstleistungen oder die Unterstützung von Sport-, Sozial- oder Kulturinitiativen.


Bewerbungsunterlagen können direkt beim Büro der Stadtkampagne unter der Telefonnummer 3477414 angefordert werden. Sie sind auch im Internet unter http://www.umwelt.bremen.de jederzeit verfügbar.


Ansprechpartner:
Gerd Adelmann, Tel. 3477414
Stadtkampagne - Projektbüro
c/o büro A – projekte.qualität.umwelt
Bornstr. 12/13
28195 Bremen
stadtkampangne@hotmail.com