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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Natur pur an Schönebecker Aue, Beckedorfer Beeke und der Ihle

20.06.2002

Drei Geestbäche in Bremen-Nord werden in den kommenden Jahren in wesentlichen Uferbereichen naturnah umgestaltet. Dafür stehen dem stehen dem Senator für Bau und Umwelt in den Jahren 2001 bis 2006 rund 450.000 € für die Anlage von Gewässerrandstreifen und den naturnahen Gewässerausbau zur Verfügung. Bremen muss dabei lediglich 24 % aus eigener Tasche finanzieren. Weitere Mittel konnten bei der EU ( 40 %) und dem Bund (36 %) eingeworben werden. Einen entsprechenden Sachstandsbericht hat die Deputation für Umwelt heute zur Kenntnis genommen.


Grundlage des Renaturierungsprojektes ist der im Jahr 2000 verabschiedete „Plan des Landes Bremen zur Entwicklung des ländlichen Raumes“. Dieser sieht die Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen an Bächen im ländlichen Raum mit Priorität im Wasserschutzgebiet Bremen-Nord vor. Als Umsetzungsschwerpunkte wurden Gewässerabschnitte der Beckedorfer Beeke, der Schönebecker Aue und der Ihle ausgewählt. Maßnahmen wie die Anlage von Mäandern oder die Sicherung einer extensiven Grünlandbewirtschaftung sollen die natürliche Dynamik der Gewässer fördern sowie die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Nutzung und die Attraktivität des ländlichen Raumes sichern. Senatorin Christine Wischer: „Dieses Programm ermöglicht es, den Schutz der Umwelt weiter zu verbessern. Der Nährstoff- und Pestizideinsatz wird reduziert und der Lebensraum für Flora und Fauna verbessert.“

Die Planung und Umsetzung der Renaturierungsmaßnahmen hat die stadteigene Hanseatische Naturentwicklung GmbH ( h a n e g ) übernommen. „Mit der h a n e g haben wir einen professionellen Dienstleister für die Projektabwicklung gewonnen.“, so Wischer.

Im Frühjahr 2002 wurden bereits Renaturierungskonzepte für die drei Geestbäche vorgelegt. Gemeinsam mit Vertretern der Naturschutz- und Wasserbehörde fand eine Auswahl der bis zum Jahr 2006 umzusetzenden Maßnahmen statt. Zurzeit erfolgt die Information und Beteiligung der Ortsämter und Flächeneigentümer bzw. -pächter, denn neben städtischen Grundstücken sind auch Privatflächen in das Konzept einbezogen. „Wichtig für eine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen sind intensive Gespräche mit den Grundstückseigentümern und -pächtern vor Ort, um eine enge Abstimmung der Maßnahmen herbeizuführen“, so Kerstin Kunze, Projektleiterin bei der h a n e g. Ab Herbst 2002 soll mit der baulichen Herstellung erster Maßnahmen begonnen werden. Schritt für Schritt werden so die Bäche bis zum Jahr 2006 wieder ein naturnahes Aussehen erhalten.