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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Senatorin Wischer stellt Bremer Initiativen zur Förderung von Umweltmanagementsystemen vor

18.12.2001

Anlässlich einer Veranstaltung in der Universität Bremen hat die Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, auf die Bremischen Fördermöglichkeiten zur Einführung von Umweltmanagementsystemen in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen hingewiesen.

Wischer: „ Wir haben uns in der Koalition das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass sich bis zum Ende der Legislaturperiode im Land Bremen 50 Unternehmen auf der Grundlage von Umweltmanagementsystemen zertifizieren lassen. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es weiterhin großer Anstrengungen. Die Anreizsysteme, die wir inzwischen entwickelt haben, sind dabei geeignet, nicht nur ökologisch Gutes zu tun, sondern dabei auch noch ökonomisch zu gewinnen. Ich hoffe, dass dies künftig von mehr Unternehmen wahrgenommen wird.“

Bislang gibt es trotz aller Fortschritte und Bewusstseinsänderungen einen Nachholbedarf bei Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen im Land Bremen, sich dieser Umweltmanagementsysteme zu bedienen. So haben bislang insgesamt 36 Unternehmen oder Einrichtungen ein entsprechende Managementsystem eingeführt.

Mit finanziellen Hilfen aus einem speziellen Förderprogramm soll daher ein Anreiz geboten werden, sich an der Einführung von Umweltmanagementsystemen zu beteiligen. Mit diesem gerade überarbeiteten Programm sollen die Beratungskosten für die Unternehmen bzw. Organisationen reduziert werden. Als zusätzliche Anreize werden jetzt auch Zertifizierungs- und weitere Kosten bezuschusst, und Dienstleistungsunternehmen können künftig genauso hohe Zuschüsse wie Gewerbetreibende erhalten (pro Antrag können max. bis zu 35.000 DM bewilligt werden).

Außerdem wurde der maximale Förderzuschuss für die DIN-Norm ISO 14001 auf künftig 11.000 Euro mehr als verdoppelt. Senatorin Wischer verwies darauf, dass sich angesichts der finanziellen Förderung die Investitionen in ein solches Managementsystem schon innerhalb von zwei Jahren amortisieren können.

Wischer appellierte auch an öffentliche Stellen, die Möglichkeiten des Umweltmanagements zu nutzen, um die daraus ökologischen und ökonomischen Vorteile systematisch zu erschließen. Sie verwies darauf, dass auch die Dienstelle des Senators für Bau und Umwelt inzwischen einen solchen Prozess eingeleitet hat.

Zur weiteren Information hat der Senator für Bau und Umwelt gerade in einer Gemeinschaftsinitiative aller Bundesländer und des Bundesumweltministerium eine Broschüre mit dem Titel „Der Weg zu EMAS“ mitherausgegeben.

Sie enthält neben dem Originaltext der EMAS-Verordnung sowie den dazugehörigen Leitlinien der Kommission leicht verständliche Erklärungen zu den einzelnen Arbeitsschritten des Öko-Audits und erläutert u.a. das Verhältnis der EMAS zur ISO 14001.

Interessierte Stellen können die Broschüre beziehen über den Senator für Bau und Umwelt, Referat 22, Ansgaritorstraße 2, 28195 Bremen, E-Mail-Anschrift: whalley.r@umwelt.bremen.de