Sie sind hier:

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

A 27 wird sechsspurig Wischer: Riesenerfolg durch hartnäckiges Bemühen

29.08.2001

Die Autobahn A 27 wird zwischen den Anschlussstellen Freihafen und Burglesum grundsaniert und sechsspurig ausgebaut. Entsprechende Pläne hat die Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, heute in einer Pressekonferenz vorgestellt. Damit wird eine Massnahme, der der Senat eine hohe Priorität zugemessen hat, schneller verwirklicht als wir zu hoffen gewagt hatten. Dies ist ein Riesenerfolg, der durch hartnäckiges Bemühen zustande gekommen ist“, so Wischer.

Grundlage für den Ausbau ist ein Brief des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen. Darin wird dem Senator für Bau und Umwelt zugesagt, dass für den Autobahnbau in Bremen zwischen 2002 und 2005 60 Millionen Mark zur Verfügung stehen. Dies sichert nicht nur den Bau der A 281, sondern darüber hinaus die Mittel für den sechsspurigen Ausbau der A 27 ab.

Wischer: „Die Dimension des verkehrspolitischen Erfolges dieser Legislaturperiode wird deutlich, wenn man bedenkt, dass bis vor einem Jahr lediglich rund jährlich 15 Millionen Mark für Autobahnbau in Bremen zur Verfügung stand. Nachdem der Bund diese Summe für die A 281 auf 45 Millionen jährlich aufgestockt hatte, sind jetzt noch einmal 15 Millionen obendrauf gekommen. Ich halte diese Zusage des Bundes für eine wesentliche Weichenstellung für die Zukunft. Mit der A 281 und dem Ausbau der A 27 wird das überörtliche bremische Straßenverkehrsnetz entscheidend verbessert. Dieser Verhandlungserfolg bringt Bremen ein gutes Stück voran, sowohl was die Anbindung von Bremen Nord als auch was den Wirtschaftsstandort insgesamt betrifft. Insofern ist das jetzt erreichte Ergebnis auch ein gutes Stück Sanierungspolitik.“

Bislang war Position des Bundes gewesen, dass der sechsstreifige Ausbau der A 27 derzeit nicht finanziert werden könne. Wischer: “Wir haben in den Verhandlungen den Bund überzeugen können, dass es eine ganze Fülle von guten Argumenten gibt, auch die A 27 in diesem Abschnitt anzugehen.“

Auf der A 27 ist bei einer Verkehrszählung 1999 ein Tageswert von 90.000 Fahrzeugen gezählt worden. Das sind mit Abstand die höchsten Werte, die auf der A 27 erreicht werden. Das liegt daran, dass die Autobahn im Abschnitt zwischen Freihafen und Bremen-Nord zusätzlich zu den überregionalen Verkehren wesentliche regionale und innerstädti-sche Aufgaben übernimmt. In der Folge haben zwischen Freihafen und Burglesum die Verkehrsunfälle in den vergangenen Jahren überproportional zugenommen. Wegen der nicht mehr ausreichenden Breite kommt häufig es zu Staus. Daraus resultiert dann, dass mehr als 40 % der Unfälle durch Auffahren verursacht wurden. Darüber hinaus ist im Laufe der Jahre die Fahrbahnqualität so schlecht geworden, dass andauernd provisorisch geflickt werden muss. So sind im vergangenen Jahr an 115 von 250 Arbeitstagen auf der A27 Schadensstellen beseitigt worden. Jeder Tag be-deutete Sperrung einer Fahrspur und den damit verbundenen Verkehrsbehinderungen mit Staus.

Aus all diesen Gründen hatte der Senat den Ausbau dieses Abschnittes als vordringlich eingestuft. Und obwohl eine Finanzierung durch den Bund bislang nicht absehbar war, sondern eher als sehr schwierig eingeschätzt worden ist, hat das Amt für Straßen und Verkehr die Ausbauplanungen schon so weit vorangetrieben, dass jetzt zügig das Planfeststellungsverfahren durchführen werden kann. Der entsprechend Beschluss wird dann im Herbst 2002 erwartet. Das Amt ist jetzt schon dabei, eine möglichst optimale Bauablaufplanung vorzubereiten. Die sieht derzeit vor, dass bereits im nächsten Frühjahr wegen des katastrophalen Zustandes zwischen Freihafen und dem Rastplatz Fahrwiesen mit der Grundsanierung begonnen werden soll.

Die Gesamtkosten für den sechsstreifigen Ausbau der A 27 belaufen sich auf 106 Millionen Mark. Mit der jetzt vom Verkehrsminister zugesagten Erhöhung auf 60 Million Mark jährlich von 2002 bis 2005 kann nicht nur die A 281 in Angriff genommen werden, sondern auch der sechsspurigen Ausbau der A 27 plus Standstreifen und Lärmschutz finanziert werden.

Zur Dauer der Baustelle: Der komplette Neubau der knapp 12 Kilometer Autobahn wird etwa 4 Jahre dauern. Wischer: „Auch wenn dies für Autofahrer eine schwierige Zeit werden kann, so haben wir doch die Gewissheit, dass nach Abschluss die A 27 auf bremischem Gebiet insgesamt in einem hervorragenden Ausbauzustand ist.“