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Sonstige

Gerhart Schreiter – Gestalter des Alltags

15. Juni bis 7. September 2014

10.06.2014
Gerhart Schreiter, Rennfahrer 1960, Bronze. Copyright: Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen, 2014, jpg, 30.3 KB
Gerhart Schreiter, Rennfahrer 1960, Bronze. Copyright: Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen, 2014

Das Gerhard Marcks-Haus zeigt ab Sonntag, 15. Juni 2014, die Ausstellung "Gerhart Schreiter – Gestalter des Alltags". Gerhart Schreiter (1909 – 1974) liebte das Fahrrad. Er hielt es für "eine der schönsten Erfindungen unserer Zeit, – ein Freund für tausend Situationen". Dieses Bekenntnis steht symbolhaft für das gesamte Schaffen des Künstlers, denn er gilt als ein Bildhauer von Kleinplastiken, dessen Figuren der "Welt aller Tage" entstammen. Seine Arbeiten spiegeln anektdotenhaft beobachtete Szenen des täglichen Miteinanders wider. Unter dem Einfluss englischer Kolleginnen und Kollegen öffnete er sich um 1950 einem gemäßigtem Modernismus. Volumen, Raum und später auch die strukturelle Auflösung der Oberfläche gehörten zu seinen bildhauerischen Kernfragen.

Gleichzeitig verstand er seine künstlerische Tätigkeit als Dienst an der Gesellschaft, der sich in zahlreichen öffentlichen Aufträgen niederschlug. Mit seiner Kunst im öffentlichen Raum hat er das Gesicht Bremens in den 1950er- und 1960er- Jahren stark geprägt. Dabei blieb er der Figur treu, entwickelte aber für diesen Bereich durchaus abstrakte Lösungen. Rund um den Marktplatz finden sich seine Werke, aber auch Kirchenausstattungen hat Schreiter in ‚Bremen und umzu‘ geschaffen.

Er begann seine künstlerische Karriere in Berlin, bevor er 1956 nach Bremen zog, um den bis 1973 einzigen Lehrauftrag für Bildhauerei an der Staatlichen Kunstschule Bremen zu übernehmen.
2007 erhielt die Gerhard-Marcks-Stiftung seinen Nachlass. Sein 40. Todestag gibt Anlass, in einer Überblicksausstellung mit ca. 80 Exponaten erneut auf ihn aufmerksam zu machen.

Pressekonferenz: Donnerstag, 12. Juni 2014, um 11 Uhr im Gerhard-Marcks-Haus. Auf der Pressekonferenz sind anwesend:

  • Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses und
  • Dr. Veronika Wiegartz, Kuratorin der Ausstellung.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 15. Juni 2014, um 11.30 Uhr statt.

Parallel zur Ausstellung Gerhart Schreiter zeigt das Gerhard-Marcks-Haus eines der Hauptwerke von Gerhard Marcks: Die Marmorskulptur "Kastalia". Seit dem Ankauf im Jahre 2002 wurde intensiv zur Geschichte der Quellnymphe geforscht, die Ergebnisse sind jetzt in einer Ausstellung zu sehen.

Kontakt:
Bettina Berg
Presse und Kommunikation
Telefon: 0421 98 97 52-24 oder
E-Mail: berg@marcks.de

Foto: Gerhard-Marcks-Stiftung, Bremen