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    Senatorin Wischer ruft Unternehmen zur Teilnahme an Öko-Audit auf

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Finanzielle Unterstützung und Verfahrenserleichterung:

Senatorin Wischer ruft Unternehmen zur Teilnahme an Öko-Audit auf


24.09.1999

Die Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, hat heute (Do. 23.9.) bremische Unternehmen zu verstärkten Anstrengungen bei der Umsetzung von betrieblichem Umweltschutzmaßnahmen aufgerufen. Wischer sagte anläßlich einer gemeinsamen Veranstaltung der Deutschen Telekom und des Senators für Bau und Umwelt, die unter Beteiligung der Handelskammer zustande gekommen war: "Mit Hilfe von Umweltmanagementsystemen können Risiken verringert, der Einsatz von Energie und Wasser reduziert und Abfälle minimiert werden. Aufgrund dieser systematischen Suche nach Einsparpotentialen sind solche Untersuchungen auch ökonomisch attraktiv. Nach Analysen von Unternehmensverbänden lassen sich so die Gesamtkosten der Unternehmen um bis zu fünf Prozent reduzieren. Damit können sich die mit der Einführung von Umweltmanagementsystemen verbundenen Kosten binnen zwei Jahren amortisieren."

Angesichts von lediglich acht Betrieben in Bremen, die bislang ein EU-Öko-Audit durchgeführt haben, gebe es einen erheblichen Nachholbedarf. Mit diesen Zahlen liege Bremen im Vergleich zu den anderen Bundesländern an letzter Stelle. Christine Wischer: "Durch finanzielle Unterstützung und weitere Verfahrenserleichterungen für zertifizierte Betriebe will ich erreichen, dass bis zum Ende der Legislaturperiode 50 Unternehmen im Lande Bremen auf der Grundlage von Umweltmanagementsystemen zertifiziert sind."

Mit dem Förderprogramm sollen die Beratungskosten für die Unternehmen reduziert werden. Pro Antrag können bis zu 35.000 DM bewilligt werden. Weiter sind für Betriebe mit Öko-Audit im Bereich des Immisssionsschutzes, bei der Abfallbeseitigung sowie beim Gewässerschutz zahlreiche Erleichterungen beim Vollzug geschaffen worden. Als weiterer Anreiz ist in Planung, Betriebe mit einem anerkannten Umweltmanagementsystem beim Einsatz von Umwelttechnologie mit einer zusätzlichen Förderung zu unterstützen.

Insgesamt haben bundesweit inzwischen mehr als 2000 Betriebe ein Umweltmanagementsystem nach der EG-Öko-Audit-Verordnung eingeführt und sich in die örtlich zuständigen Standortregister eintragen lassen. Nach der privatwirtschaftlichen DIN ISO 14001-Norm sind derzeit rund 1250 Betriebe zertifiziert.

Wischer bedankte sich bei der Deutschen Telekom für die Mitveranstaltung der Tagung. "Die Telekom hat mit eigenen Umweltmanagementanstrengungen auch am Standort Bremen bewiesen, wie hocheffektiv die Verbindung von ökologischer Verantwortung und betriebwirtschaftlichem Denken sein kann. Da auch die Handelskammer diese Veranstaltung intensiv unterstützt hat, hoffe ich, dass von der Tagung ein Impuls in die bremische Unternehmerschaft geht."