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    Weser-Fische können uneingeschränkt verzehrt werden

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Wasserqualität der Weser weiter verbessert –
Weser-Fische können uneingeschränkt verzehrt werden

17.08.2000

Als „beachtliche Zwischenbilanz einer gemeinschaftlichen Kraftanstrengung“ hat die Bremer Senatorin für Bau und Umwelt, Christine Wischer, den jetzt vorgelegten Gewässergütebericht 1999 bezeichnet. „Rückblickend auf die vergangenen 20 Jahre können deutliche Erfolge bei der Bekämpfung der Gewässerverschmutzung festgestellt werden", so die derzeitige Vorsitzende der ARGE Weser. Diese positiven Ergebnisse seien auf die konsequente Umsetzung des Aktionsprogrammes Weser von 1989 zurückzuführen. Wischer: „Ein deutlicher Indikator für die Verbesserung der Wasserqualität ist die Belastung der Weserfische. Wer hätte vor zehn Jahren geglaubt, dass Weserfische nach der Schadstoffhöchstmengenverordnung als unbedenklich eingestuft werden und getrost verzehrt werden können.“

Aus dem Wesergütebericht 99 geht ferner hervor, dass die Salzbelastung um bis zu 90 % gemindert werden konnte. Weiterhin konnten durch den Ausbau von kommunalen Kläranlagen gute Erfolge bei der Minderung von Phosphaten und Ammonium erzielt werden.

Kritisch ist nach wie vor die Nitratbelastung, die besonders in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten hoch ist. Hervorzuheben sind ferner die Ergebnisse einer Sonderuntersuchung, mit dem Ziel, endokrin wirksame Substanzen und Arzneimittelrückstände in der Weser aufzuspüren sowie Weserfische hinsichtlich ihrer Belastung mit Schwermetallen und organischen Schadstoffen zu untersuchen.

Diese Untersuchungen weisen etliche Stoffe in der Weser nach. Welche Bedeutung dies für die weitere Gewässerüberwachung haben wird, wird zur Zeit untersucht. Akute Maßnahmen müssen keinesfalls eingeleitet werden.

Insgesamt wurde die Weser in die Güteklasse II als mäßig belastet eingestuft.

„Trotz aller Erfolge bleibt weiterhin viel zu tun. Dabei haben sich die Weser-Anrainer mit dem Aktionsprogramm 2000-2010 neue politische Ziele gesteckt, an denen wir unsere Arbeit messen können“, so Wischer. Das neue Aktionsprogramm soll im kommenden Monat der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Jährlich untersuchen die fünf Bundesländer Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen, die in der Arbeitsgemeinschaft zur Reinhaltung der Weser (ARGE Weser) zusammenarbeiten, mit einem abgestimmten Messprogramm die Wasserqualität der Weser ihrer beiden Quellflüsse Werra und Fulda sowie der Aller.

Die Wassergütestelle Weser - als Koordinationsstelle der ARGE Weser - hat die Ergebnisse des Jahres 1999 im jährlich erscheinenden Wesergütebericht erarbeitet und zusammengestellt.

Der Wesergütebericht 1999 wird routinemäßig an Behörden der Länder und des Bundes verteilt. Darüber hinaus werden Hochschulen sowie Umweltverbände und weitere Stellen damit informiert.


Bezogen werden kann dieser Bericht gegen eine Schutzgebühr zzgl. Porto von 20,- DM bei der
Wassergütestelle Weser
An der Scharlake 39
31135 Hildesheim
Tel. 05121/509-712
Fax: 05121/509-711