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  • Die Schwachhauser Heerstraße ist wieder frei!
    Ab 2001 Weiterbau der Linie 4 bis nach Borgfeld

Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr

Die Schwachhauser Heerstraße ist wieder frei!
Ab 2001 Weiterbau der Linie 4 bis nach Borgfeld

12.10.2000

  • Abschnitt: Kurfürstenallee – Kirchbachstraße komplett saniert
  • Erneuerung der Fahrbahnen, Gleisanlagen, Rad- und Fußwege im Abschnitt zwischen Kurfürstenallee und Kirchbachstraße
  • Umleitungen aufgehoben!
  • Broschüre über den geplanten Ausbau der Linie 4 nach Borgfeld vorgestellt

Die Schwachhauser Heerstraße zwischen der Kurfürstenallee und der Kirchbachstraße war bisher eine Stolperstrecke. Die Straße wurde daher grundlegend saniert und den heutigen Anforderungen entsprechend umgebaut.

Christine Wischer, Senatorin für Bau und Umwelt: „Ich habe nach Amtsantritt großen Wert darauf gelegt, dass auch dieser Teil der Schwachhauser Heerstraße von Grund auf saniert wird. Die Fahrbahnen, Gleisanlagen, Rad- und Gehwege sowie sonstige Nebenanlagen haben wir komplett erneuert. Davon profitieren alle Verkehrsteilnehmer. Die Straßenbahn hat einen eigenen Gleiskörper und der Individualverkehr hat eine den Erfordernissen entsprechend erneuerte Fahrbahn, statt der alten Huckelstrecke. Gleiches gilt für Radler und Fußgänger.

Darüber hinaus bin ich froh, dass die Umgestaltung nach nur einem halben Jahr Bauzeit abgeschlossen ist. Dies wurde durch moderne Baustellenlogistik und Powerbaustellen erreicht. So konnte der Gleisbau sogar einen Monat vor Plan beendet werden. Der Verkehr kann ab sofort auch stadtauswärts wieder über diesen Abschnitt rollen; die Umleitungen sind aufgehoben.

Durch die zahlreichen Baumpflanzungen ist eine wunderschöne Allee entstanden, so wie sie seit 1998 im Abschnitt Kirchbachstraße – Marcusallee vorhanden ist. Das Ergebnis zeigt, dass Bau und Umwelt in einem Ressort hervorragend gut zusammenpassen. Jetzt wollen wir möglichst zügig daran gehen, die restlichen Abschnitte der Schwachhauser Heerstraße zwischen der Kurfürstenallee und dem Concordiatunnel umzubauen.“

Georg Drechsler, Vorstandsvorsitzender der Bremer Straßenbahn AG: „Die heute eröffnete Teilstrecke gehört zum ersten Bauabschnitt der Linie 4, der von der Kurfürstenallee über die Kirchbachstraße bis nach Horn-Lehe reicht und zum überwiegenden Teil bereits 1998 in Betrieb ging.

Die Straßenbahnen der Linien 1, 4 und N11 haben jetzt auch zwischen der Kirchbachstraße und der Kurfürstenallee einen besonderen Bahnkörper in Mittellage erhalten, was die Pünktlichkeit verbessert. Die Haltestelle Metzer Straße ist behindertengerecht ausgebaut und erhält bald elektronische Anzeigen, wann die nächste Bahn kommt.

Besonders freuen wir uns darauf, dass wir Anfang 2001 mit dem Zweiten Bauabschnitt der neuen Linie 4 beginnen können, der von der Lilienthaler Heerstraße bis nach Borgfeld reicht und 2002 eröffnet werden soll.“

Daten und Fakten:

  • Gleislänge: 1,700 km
  • Bauzeit: Anfang März 2000 bis Ende September 2000
  • Der Umbau der Schwachhauser Heerstraße zwischen Kurfürstenallee und Kirchbachstraße ist Bestandteil des Neubaus der Linie 4 einschließlich der Komplettsanierung von Fahrbahnen, Rad- und Fußwegen sowie weiterer Nebenanlagen. Die rund 18 Mio. DM teuere Maßnahme wird überwiegend vom Bund bezuschusst. Für Bremen verbleibt ein Eigenanteil von 1,9 Mio. DM.

Eine Straßenbahn für das Leher Feld und für Borgfeld!

Anlässlich der Eröffnung des sanierten Abschnittes der Schwachhauser Heerstraße zwischen der Kurfürstenallee und der Kirchbachstraße übergab Bau- und Umweltsenatorin Christine Wischer dem BSAG-Vorsitzenden und CTB-Geschäftsführer Georg Drechsler symbolisch einen Spaten zum Weiterbau der Straßenbahnlinie 4 bis nach Borgfeld durch die BSAG-Tochter Consult Team Bremen GmbH (CTB) ab Anfang 2001 nach Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen.

Georg Drechsler überreichte seinerseits Christine Wischer das erste Exemplar eines neuen Faltblattes, das die Bevölkerung vor allem im Leher Feld und in Borgfeld über die geplante neue Straßenbahn informieren soll.

Straßenbahnchef Georg Drechsler: „Seitdem die 30er Busse nicht mehr bis in die Innenstadt fahren, sind Schwachhausen, der Hauptbahnhof, Schüsselkorb und die Domsheide bereits spürbar entlastet. Hiervon profitieren insbesondere die Besucher/-innen der City. Auf dem Abschnitt zwischen Horn und der Innenstadt sind durch die Umstellung vom Bus- auf den Straßenbahnbetrieb Fahrgastzuwächse zu verzeichnen.

Aber: Wer mit den Buslinien 30 oder 31 in Richtung Innenstadt fährt, muss an der Horner Mühle in die Straßenbahnlinie 4 umsteigen. Die Schnellbusse der Linie 30S und die Autofahrer stecken im Bremer Zentrum und in Lilienthal oft im Stau und haben daher häufig Verspätungen.

Künftig soll die Straßenbahn auf einem besonderen Bahnkörper bis Borgfeld fahren können. Die vorhandenen und geplanten Wohngebiete im Leher Feld, Am Lehester Deich und in Borgfeld erhalten damit eine direkte, schnelle und zu verlässige Verbindung ins Bremer Zentrum“.

Christine Wischer: „Durch Baumpflanzungen und die Anlage begrünter Gleise wird auch der Lange Jammer gewinnen. Und für den Individualverkehr wird die Leistungsfähigkeit der Strecke deutlich verbessert, u.a. durch eine neue vollverkehrsabhängige Signalschaltung, die eine Freigabe für die Straßenbahn nur noch dann erteilt, wenn sie tatsächlich kommt. Dies gilt übrigens auch für die Schwachhauser Heerstraße, an der heute noch die alte Technik mit festen Signalprogrammen vorherrscht.“

    Neue Strecken - mehr Fahrgäste

    Die neue Linie 4 kann laut Berechnungen von Gutachtern mit erheblichen Fahrgastzuwächsen rechnen: Benutzten 1996 vor Eröffnung der Linie 4 an der Haltestelle Friedhofstraße noch 16.700 Fahrgäste/Tag öffentliche Verkehrsmittel, werden es nach Fertigstellung der Strecke bis Borgfeld ca. 22.200 Fahrgäste/Tag, also rund 33 % mehr, sein!

    Darin sind auch Neuverkehre durch die neuen Baugebiete in Borgfeld und das verbesserte Verkehrsangebot enthalten. Die weitere Verlängerung bis nach Falkenberg (3. Bauabschnitt) ist dabei noch nicht berücksichtigt.

    Auf den 1998 eröffneten neuen Strecken und neu gestalteten Netzteilen konnten erhebliche Fahrgastzuwächse festgestellt werden. Dies ergaben Fahrgastzählungen, die jeweils im Herbst 1997 und 1999 durchgeführt wurden. Dabei sind auch die Fahrgäste der parallel verlaufenden Buslinien berücksichtigt.

    Bei den Haltestellen im Zuge des ersten Bauabschnittes der neuen Linie 4 (Kirchbachstraße - Lilienthaler Heerstraße) gab es rund 13 % Zuwachs (das entspricht einem Plus von rund 4.000 Fahrgästen). Auch im Zuge der Verlängerungsstrecke in Arsten (Abschnitt Heukämpendamm - Arsten) der Linie 4 ergaben sich beträchtliche Zuwächse in Höhe von 27,3% (+ 763 Fahrgäste).