Sie sind hier:

Senatskanzlei

Pressemitteilung mit Foto Bundesverdienstkreuz für Karl-Heinz Klingebiel

04.09.2006


Bürgermeister Jens Böhrnsen (li.) und Karl-Heinz Klingebiel nach der Ordensverleihung

Am heutigen Montag (4. September 2006) wird Karl-Heinz Klingebiel wegen seines herausragenden Engagements in der Jugendarbeit und der Hilfe für behinderte Menschen mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bürgermeister Jens Böhrnsen wird die Auszeichnung heute um 17 Uhr im Kaminsaal des Rathauses im Rahmen einer kleinen Feierstunde übergeben.

Karl-Heinz Klingebiel wird insbesondere für sein außergewöhnliches Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die Belange kleinwüchsiger Menschen ausgezeichnet. Auf seine Initiative hin wurde 1988 die „Elterngruppe Kleinwüchsiger Kinder e.V.“ mit damals 16 Familien gegründet. Im gleichen Jahr fand das 1. Kleinwuchsforum mit 220 Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet mit Förderung der Aktion Sorgenkind statt. Dieses Forum ist zu einer festen Austauschmöglichkeit für die von Wachstumsstörungen betroffenen Familien geworden und findet seither einmal jährlich mit ca. 500 Teilnehmern statt.

Als Geschäftsführer des heutigen Bundesverbandes „Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V.“ baute Karl-Heinz Klingebiel eine Beratungs- und Geschäftsstelle auf, die den Betroffenen eine qualifizierte Interessensvertretung sowie umfangreiche Betreuung bietet. Ziel des Vereins ist die psychosoziale Stärkung kleinwüchsiger Menschen und Förderung der Integration in die Gesellschaft. Dazu zählen u.a. die Hilfe bei der Bewältigung der Diagnose, bundesweiter Erfahrungsaustausch wie auch die Zusammenarbeit mit den Deutschen Wachstumszentren, mit Kliniken und zahlreichen weiteren Organisationen und Institutionen. Die Arbeit des Bundesverbandes mit Sitz in Bremen ist bundesweit anerkannt.

Karl-Heinz Klingebiel ist es also in besonderem Maße zu verdanken, dass kleinwüchsigen Menschen kompetent geholfen werden konnte und ihre Belange von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand dauert sein Engagement für kleinwüchsige Menschen an, zudem setzt sich Karl-Heinz Klingebiel für Menschen mit seltenen Erkrankungen ein und ist Mitorganisator der „Allianz chronischer seltener Erkrankungen e.V.“ (Achse).

Bereits in den 60er und 70er Jahren hatte sich der in Berlin geborene Kar-Heinz Klingebiel für den Verband der Naturfreundejugend in Berlin stark gemacht. Er organisierte und leitete Zeltlager, Wanderfahrten, internationale Begegnungen und Gedenkstättenfahrten. Zudem engagierte er sich in der Jugendarbeit, war u.a. Vorsitzender eines Bezirksjugendrings und arbeitete in der Landesjugendleitung des Jugendverbandes Naturfreundejugend.

Der unermüdliche Einsatz von Karl-Heinz Klingebiel, durch den vielen Menschen geholfen und deren Lebenssituation verbessert werden konnte, wird heute mit dem Bundesverdienstkreuz (Verdienstkreuz am Bande) gewürdigt.