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Der Senator für Kultur | Senatskanzlei

Clemens Meyer erhält den 60. Bremer Literaturpreis - Förderpreis geht an Roman Ehrlich

Böhrnsen: Wir wollen, dass Kunst und Kultur in unsere Stadt hineinwirken

27.01.2014
Literaturpreisverleihung im Bremer Rathaus: Bürgermeister Jens Böhrnsen, die Preisträger Clemens Meyer und Roman Ehrlich sowie Michael Sieber, Vorstandsvorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, jpg, 66.3 KB
Literaturpreisverleihung im Bremer Rathaus: Bürgermeister Jens Böhrnsen, die Preisträger Clemens Meyer und Roman Ehrlich sowie Michael Sieber, Vorstandsvorsitzender der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Der Bremer Literaturpreis gehört zu den ältesten und bedeutendsten Literaturpreisen in Deutschland - in diesem Jahr wurde er 60 Jahre alt. Heute (Montag, 27. Januar 2014) wurde er im Bremer Rathaus an die Preisträger vergeben. Zu diesem Anlass hatten die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und Bürgermeister Jens Böhrnsen zum Festakt in die Obere Halle des Bremer Rathauses geladen. Hauptpreisträger ist in diesem Jahr Clemens Meyer: Er bekam für seinen im S. Fischer Verlag erschienenen Roman "Im Stein" den mit 20.000 Euro dotierten Preis verliehen. Ebenfalls freuen konnte sich Roman Ehrlich: Sein im Dumont Verlag erschienener Roman "Das kalte Jahr" wurde mit dem mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis ausgezeichnet.

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Bürgermeister Jens Böhrnsen: Wir wollen, dass Kunst und Kultur in unsere Stadt hineinwirken

Der Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen, begrüßte die Autoren, Jury und Gäste im Rathaus der Hansestadt. Er gratulierte den Preisträgern im Namen des Senats und bedankte sich bei allen Beteiligten für die Organisation des Bremer Literaturpreises und der begleitenden Literarischen Woche. Die Auszeichnung gehöre zu den wichtigsten Literaturpreisen in der Bundesrepublik und sei stets ein "Spiegel der deutschsprachigen Literatur seit 1945" gewesen. Bürgermeister Böhrnsen betonte in seinem Grußwort die Unabhängigkeit der Kultur von politischer Einflussnahme. Mit Blick auf den Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 sagte Böhrnsen, dass es nicht lange her sei, dass in Deutschland die Kultur in den Dienst eines verbrecherischen Systems gezwungen worden sei. Gerade vor dem Hintergrund dieser Geschichte sei der öffentliche Diskurs wichtig. Der Bürgermeister: "Wir wollen, dass Kunst und Kultur in unsere Stadt hineinwirken." Die Laudatoren Wiebke Porombka und Lothar Müller würdigten in ihren Ansprachen die Romane der Preisträger Meyer und Ehrlich als herausragende Werke der deutschen Gegenwartsliteratur.

Der Bremer Literaturpreis wurde erstmalig 1954 verliehen und zählt zu den ältesten und bedeutendsten Literaturpreisen in Deutschland. Außerdem wird seit 1977 ein Förderpreis zum Bremer Literaturpreis vergeben, der seit 2005 von der Öffentlichen Versicherung Bremen finanziert wird. Die Verleihung des Literaturpreises ist der festliche Höhepunkt der 38. Literarischen Woche Bremen, die vom 15. bis 28. Januar stattfindet.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisverleihung am Saxophon von Emil Hess - eine Kooperation mit der jazzahead! – die internationale Musikfachmesse findet im April in der Hansestadt statt.

Weitere Informationen und Fotoservice
Der Bremer Literaturpreis – weitere Informationen unter www.bremer-literaturpreis.de

Fotos: Senatspressestelle