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Senatskanzlei

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar 2014 im Bremer Rathaus

Historiker Prof. Dr. Wolfgang Benz ist Ehrengast

22.01.2014

Der 27. Januar ist in der Bundesrepublik der "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus". Im Bremer Rathaus findet zu diesem Anlass am Montag, 27. Januar 2014 um 19.30 Uhr, eine Feierstunde des Bremer Senats statt. Hierzu lädt Bürgermeister Jens Böhrnsen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich in die Obere Rathaushalle ein. Nach einführenden Worten von Dr. Hermann Kuhn, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Bremen, spricht der Bürgermeister ein Grußwort.

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Prof. Dr. Wolfgang Benz ©TU-Pressestelle/Dahl

Ehrengast der zentralen Gedenkveranstaltung ist Prof. Dr. Wolfgang Benz. Sein Vortrag trägt den Titel: „ Der Verrat an den deutschen Juden: Theresienstadt als Ort der „Endlösung“ - das Konzentrationslager Theresienstadt war Zielort von zwei Deportationen aus Bremen. Der Historiker Wolfgang Benz ist ein international anerkannter Vertreter der Antisemitismusforschung und der NS-Forschung. Benz war bis 2011 Leiter des Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin.

Im Anschluss an den Vortrag heißt es: „Jeder Mensch hat einen Namen“. Das heißt: Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Brinkum lesen aus dem „Erinnerungsbuch für die als Juden verfolgten Einwohner Bremens“ die Namen der damals verfolgten Mitbürgerinnen und Mitbürger vor. Die musikalische Umrahmung übernimmt Die „Bremer Chorwerkstatt“. Unter der Leitung von Kamila Dunajska klingen Lieder des jüdischen Widerstands.

Programm
Das Programm 2014 zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus mit vielen weiteren Veranstaltungen liegt an vielen öffentlichen Einrichtungen in Bremen aus oder kann telefonisch angefordert werden bei der Landeszentrale für politische Bildung unter (0421) 361-2922.
Im Internet findet sich das Programm im PDF-Format unter anderem unter www.lzpb-bremen.de und www.erinnernfuerdiezukunft.de

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Der Jahrestag bezieht sich auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde der 27. Januar von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.