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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Demnächst auf der Weser: Proberammarbeiten für den Offshore-Terminal Bremerhaven

17.10.2013

Die Offshore-Windenergie sichert in Bremerhaven die Arbeitsplätze von etwa 3000 Menschen. Sie arbeiten in der industriellen Fertigung oder in der Logistik der viele Tonnen schweren Spezialanfertigungen. Im Überseehafen hat bremenports die Voraussetzungen für die Verschiffung der gewaltigen Windräder geschaffen. Um der Windkraftbranche am Standort aber noch deutlich bessere Bedingungen zu bieten, will der Bremer Senat am Weserufer den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) bauen lassen. Vor dem Deich im Süden der Stadt stehen demnächst Proberammungen an.

Für den OTB hat bremenports ein bewährtes Bauprinzip gewählt. Die künftige Kaje wird von einer kombinierten Stahlspundwand aus Trag- und Füllbohlen gehalten. "Mit den Arbeiten in zwei Proberammfeldern wollen wir herausbekommen, wie sich die Tragbohlen und Verankerungspfähle vor Ort verarbeiten und belasten lassen", erläutert der technische Geschäftsführer der Hafengesellschaft, Robert Howe. "Aus Untersuchungen wissen wir, dass der Untergrund vor dem Deich nicht überall gleich beschaffen ist", ergänzt der bremenports-Chef. "Die bis zu 40 Meter langen Bohlen werden etwa 20 Meter tief in das Erdreich gerüttelt und gerammt. Der Schluff, in den die Bohlen hineingetrieben werden, wird später eine solide Tragfähigkeit der Kajenkonstruktion garantieren."

Um mit großer Präzision rammen zu können, wird die Baufirma für das Einbringen der lotrechten Elemente eine Hubinsel einsetzen. Außerdem wird ein Schwimmkran gebraucht. Er soll die Bohlen wieder aus dem Erdreich ziehen. Das wird voraussichtlich im Dezember 2013 geschehen. Vorher werden Probebelastungen vorgenommen. Dabei gibt die Ramme Schläge auf den stählernen Pfahl ab. Die Resonanz wird mit moderner Technik gemessen – so können die Planer und Ingenieure feststellen, wie stark der Pfahl belastet werden kann. Die Proberammarbeiten für den OTB kosten laut Howe etwa 1,2 Millionen Euro. "Unter dem Strich spart der Steuerzahler mit diesem Verfahren viel Geld – weil die Messergebnisse uns verraten, ob der Materialaufwand vertretbar ist. Denn jede Tonne Stahl, die nicht verbraucht wird, senkt die Baukosten und schont damit den öffentlichen Haushalt."

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