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Der Senator für Inneres

Innensenator verbessert Ausbildungsmöglichkeiten für unbegleitete junge Flüchtlinge

24.09.2013

Innensenator Ulrich Mäurer will minderjährigen Flüchtlingen, die ohne Eltern eingereist sind, ab sofort mehr Schutz und Chancen für ihre Zukunft ermöglichen. Eine Rückführung der Minderjährigen ist ganz überwiegend nicht möglich, da Verwandte im Heimatland meist nicht ermittelbar sind.

Ein aktueller Erlass gestattet deshalb den Jungen und Mädchen, die ohne Vater und Mutter oder sonstige Angehörige nach Deutschland eingereist sind, ihre Schulausbildung und berufsbildende Ausbildung auch über den 18. Geburtstag hinaus zu Ende zu bringen.

Aktuell leben rund 200 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge in Bremen, die von den Jugendämtern betreut werden. Mäurer: "Wir müssen diesen Jugendlichen eine Perspektive über die Vollendung des 18. Lebensjahres hinaus anbieten. Sie bedürfen in besonderer Weise unseres Schutzes." Nach Abschluss der Ausbildung kann den Betroffenen zum Zwecke der Beschäftigung ggf. eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann sich daran eine Niederlassungserlaubnis anschließen. "Damit werden die jungen Flüchtlinge in ihrem Ehrgeiz und ihrer Motivation unterstützt, regelmäßig die Schule zu besuchen und eine Berufsausbildung zu Ende zu bringen", so Mäurer.