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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Bewegung, Sport und Spiel für alle in der Grundschule

Bildungssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Sportsenator Ulrich Mäurer unterzeichnen Kooperationsvereinbarung mit der Krankenkasse hkk und dem Kreissportbund Bremen-Nord

02.09.2013
Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: (v.l.n.r.) Sportsenator Ulrich Mäurer, Michael Lempe (hkk), Bildungssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Jürgen Linke (Kreissportbund Bremen-Nord), jpg, 72.6 KB
Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: (v.l.n.r.) Sportsenator Ulrich Mäurer, Michael Lempe (hkk), Bildungssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt und Jürgen Linke (Kreissportbund Bremen-Nord)

Bremens Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer und Bildungssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt haben heute (2.9.2013) gemeinsam mit Michael Lempe, Vorstand der Krankenkasse hkk und dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Bremen-Nord, Jürgen Linke, eine Kooperationsvereinbarung zur Unterstützung des Bremer Modellprojekts "Bewegung, Sport und Spiel für alle in der Grundschule" unterzeichnet.

Das gemeinsame Projekt des Sport- und des Bildungsressorts begann mit dem Schuljahr 2011/2012 an allen Grundschulen in Bremen-Blumenthal und wurde im letzten Schuljahr bereits auf nahezu ganz Bremen-Nord ausgeweitet. Im Fokus stehen Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klassen, die an den Sport herangeführt werden sollen. Ziel ist es dabei, über die Schule spezielle und verbindliche Bewegungsangebote für Kinder mit besonderem Förderbedarf außerhalb der Schulzeit anzubieten.

In einigen Familien werden Freizeitaktivitäten im Bereich des Vereinssports aus verschiedensten Gründen oftmals nicht gefördert. Die Schule aber besitzt im Allgemeinen eine schichtenübergreifende Grundakzeptanz, so dass hier zusätzliche Sportangebote auch die Kinder aus diesen Familien erreichen und zu mehr Sport in der Freizeit ermuntern können. Dies gilt insbesondere für Mädchen aus Familien mit Migrationshintergrund.

"Ich freue mich, dass es ressortübergreifend, mit dem organisierten Sport und der HKK gelungen ist, hier ein richtungweisendes Projekt weiter zu entwickeln.", so Innen- und Sportsenator Ulrich Mäurer. Er erklärte, dass gerade der Sport der Schule dabei helfen kann, alle Kinder, unabhängig von Herkunft und unterschiedlichen Voraussetzungen, zusammenzubringen.

"Wir dürfen mit all diesen Maßnahmen nicht warten, bis die ersten Probleme in der Pubertät auftauchen", so Mäurer. Neben dem Ansatz, Kinder mit motorischen oder ernährungsspezifischen Defiziten den Zugang zum Sport zu ermöglichen, beinhaltet das Projekt jedoch noch einen gewaltpräventiven Aspekt. Gerade wenn es in einem Stadtteil auch Probleme mit nur unzureichend integrierten Kindern und Jugendlichen gibt, ist der Sport gefragt. Dieses betrifft nicht nur Kinder mit einem Migrationshintergrund. "Über den Kontakt zum Sport kann hier bereits im Grundschulalter dafür gesorgt werden, dass frühzeitig das Interesse für den Sport geweckt wird und so auch das soziale Verhalten positiv gefördert wird", so Senator Mäurer.

Auch Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt verwies auf die Bedeutung sportlicher Betätigung: "In der Schule lernen Schülerinnen und Schüler soziales Miteinander. Der Sport ist ein wichtiger Bestandteil des schulischen Angebotes und ist gut für die gesunde Entwicklung. "Bewegung, Sport und Spiel für alle!" Schon der Titel des Projektes macht deutlich: Wir können auch Kinder und Jugendliche erreichen, die bisher wenig Zugang zum Sport hatten."

"Die Krankenkasse hkk ist seit mehr als 100 Jahren in Bremen verwurzelt," erklärte hkk-Vorstand Michael Lempe. "Daher ist uns ein Engagement für die Gesundheit Bremer Kinder besonders wichtig. Denn ihre heutigen Verhaltensgewohnheiten haben maßgeblichen Einfluss auf den Gesundheitszustand in den kommenden Jahrzehnten und im Alter. Dies betrifft sowohl die individuelle Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger als auch die Anforderungen an das Gesundheitswesen in der Zukunft", so Lempe.

Wie der hkk-Vorstand ausführte, fördert die hkk das Projekt mit insgesamt mindestens 48.000 Euro, die über drei Jahre hinweg ausgezahlt werden. Dies finanziert insbesondere zusätzliche Sportangebote durch die Übungsleiter des Kreissportbundes Bremen-Nord. "Im Projektverlauf wollen wir die Angebote schrittweise auf alle 75 Grundschulen erweitern," erklärte Lempe. "Damit verbunden ist unsere Absicht, das Projekt auch nach Ablauf des Schuljahres 2015/2016 weiterzuführen."

Senatorin Quante-Brandt, Senator Mäurer sowie Michael Lempe im Namen der HKK dankten dem Kreissportbund Bremen-Nord, der mit seinen Übungsleitern die Verbindung zum Vereinssport herstellt sowie der Sparkasse Bremen, der Deutschen Olympischen Gesellschaft und der Unfallkasse Bremen für ihr Engagement bei dem Projekt.

Mit Beginn des Schuljahres 2012/2013 wurde das Projekt, das auch eine sportwissen-schaftliche Begleitung erfährt, auf weitere fünf Grundschulen im Bremer Westen ausge-weitet, so dass nun insgesamt 15 Bremer Grundschulen an dem Projekt teilnehmen. Durch die Kooperation mit der HKK, die bis zum 01.08.2016 läuft, wird die Ausweitung des Projekts auf weitere Stadtteile in Bremen sichergestellt.

Foto: Pressereferat, Senator für Inneres und Sport