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Senatskanzlei

Woche der Brüderlichkeit wird mit besonderem Akzent eröffnet
Zentrale Eröffnungsfeier im Bremer Rathaus

19.02.2001

Service: Das Programm der Woche als Download am Ende des Textes

Mit einem besonderen Akzent wird in diesem Jahr die Woche der Brüderlichkeit eröffnet: Während der zentralen Feierstunde am 4. März, die erstmalig in Bremen stattfindet, sollen insbesondere Jugendliche angesprochen werden. Deshalb kommt Campino, der bekannte Sänger der Gruppe "Die Toten Hosen", zur Feierstunde in das Bremer Rathaus und hält die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger der Buber-Rosenzweig-Medaille, die Organisation "Schule ohne Rassismus". Diese Auszeichnung verleiht der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit alljährlich bei der Eröffnung der "Woche der Brüderlichkeit". Die Veranstaltung, deren musikalische Gestaltung auch mit auf den Geschmack junger Leute zugeschnitten ist, wird von 10-11.30 Uhr live aus dem Bremer Rathaus von der ARD übertragen. Sprechen werden Bürgermeister Dr. Henning Scherf und der Präsident des Deutschen Koordinierungsrates, Landesrabbiner Dr. h.c. Henry Brandt.
















Rudolf Sirsch, Generalsekretär des Deutschen Koordinierungsrats,informiert über Sinn und Ziel der "Woche der Brüderlichkeit". Rechts Sara Schumann, links Dr. Berndt Schaller und Ines Henn, Vorstandsmitglieder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, zusammen mit Bürgermeister Dr. Henning Scherf.


"Mit dieser etwas anderen Form wollen wir ganz bewusst an die jungen Leute herankommen", so Bürgermeister Dr. Henning Scherf. Gemeinsam mit der Bremer Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit hat er sich darum bemüht, in Bremen die zentrale Feierstunde ausrichten zu können. Dass der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit die Einladung angenommen hat, hängt auch mit der "Bremer Nacht der Jugend" zusammen. Diese in der Bundesrepublik einmalige Veranstaltung im Bremer Rathaus will Jugendliche dafür gewinnen, das Erinnern an den Judenmord in Verbindung zu bringen mit eigenem Engagement für eine menschenfreundliche Gegenwart.

Seit 1951 veranstalten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die sich im Deutschen Koordinierungsrat zusammengeschlossen haben, im März eines jeden Jahres die "Woche der Brüderlichkeit". Ihnen geht es insbesondere um Verständnis und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden, um die gemeinsame Abwehr von Rechtsextremismus, Judenfeindschaft und Rassismus. Während der zentralen Eröffnungsfeier wird seit 1968 die Buber-Rosenzweig-Medaille vergeben, die ein besonderes Engagement für die Verständigung zwischen Christen und Juden würdigt. In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die Organisation "Schule ohne Rassismus", die bundesweit inzwischen 45 Schulen diesen Titel verliehen hat. Es sind solche Schulen, an denen beispielsweise Schüler sich verpflichten, sich an bestimmten Regeln zu halten. Dazu gehört, alle Formen und Äußerungen rassistischer und diskriminierender Art zu vermeiden. Auch soll an solchen Schulen im fächerübergreifenden Unterricht das Thema Fremdenfeindlichkeit bearbeitet werden.

Im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit" finden in Bremen zahlreiche Veranstaltungen unter dem Motto "... denn er ist wie Du..." statt. So beispielsweise am 2. März eine Podiumsdiskussion mit Bildungssenator Willi Lemke und Jugendlichen aus Bremen und Haifa zum Thema "Nie wieder Auschwitz – Leben ohne Rassismus", geplant sind u.a. Führungen durch Bremer Gotteshäuser, eine Führung "Auf jüdischen Spuren" in Bremen, Lesungen und Vorträge. Erstmalig wird es am Sonnabend, dem 3. März eine große christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier im Jüdischen Gemeindehaus geben (20 Uhr). Während der gesamten Woche präsentiert die Städtische Galerie im Buntentor eine Ausstellung mit Werken der Künstlerin Naomi Markel aus Bremens Partnerstadt Haifa.