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Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr | Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Finanzierung für kom.fort e.V. Beratungsstelle für barrierefreies Bauen und Wohnen ist langfristig gesichert

Bausenator Lohse und Sozialstaatsrat Frehe feiern 10-jähriges Bestehen der Beratungsstelle kom.fort e.V.

28.06.2013

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Beratungsstelle kom.fort e.V. haben Bausenator Dr. Joachim Lohse und Sozialsenatorin Anja Stahmann eine Vereinbarung zur gemeinsamen Finanzierung der Beratungsstelle getroffen. "Damit verpflichten sich die beiden beteiligten Ressorts auf Jahre zu einer gemeinsamen, verbindlichen und regelmäßigen Finanzierung", sagte heute (28.6.) Sozialstaatsrat Horst Frehe. Die Federführung und damit die Verantwortung für die Finanzierungsabwicklung liege bei der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, die Kosten werden etwa hälftig aufgeteilt. "kom.fort wird jetzt erstmals in die Lage versetzt, den Regelbetrieb auf einer gesicherten finanziellen Basis durchzuführen", sagte Senator Joachim Lohse.

kom.fort ist die zentrale Anlaufstelle in Bremen für den altersgerechten Umbau sowie zur barrierefreien Gestaltung von Wohnungen und Gebäuden. Die Beratungsstelle nimmt seit vielen Jahren wichtige Querschnittsaufgaben wahr, auch speziell für Menschen mit stärkeren Beeinträchtigungen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Ziel ist es, Menschen jeden Alters, mit oder ohne Handicap, eine selbständige und unabhängige Lebensführung in ihrer Wohnung zu ermöglichen und die Bewältigung des Alltags zu erleichtern. So werden auch Erleichterungen für Angehörige und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte möglich.

Die Fachberatung liegt in den Händen einer Architektin und zwei Planerinnen mit fachlicher Kompetenz für die Wohnungsanpassungen, sowie einer Sozialberaterin. kom.fort e.V. betreibt zudem in seinen Räumen Landwehrstraße 44 / Haferkamp 8 eine Ausstellung mit Produkten und technischen Hilfsmitteln für bauliche Wohnungsanpassungsmaßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit. Produkte, die den Alltag erleichtern und die Mobilität fördern, werden ebenfalls ausgestellt. Dabei kooperiert kom.fort e.V. unter anderem mit der Wohnberatung des Amtes für Soziale Dienste, dem Sozialressort und dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

"Unsere Gesellschaft wird älter und damit verbunden ist auch der Wunsch, so lange wie möglich selbstbestimmt in den vertrauten vier Wänden zu leben", sagte Bausenator Lohse anlässlich der Feierlichkeiten. "Beratungsstellen wie kom.fort geben wichtige Impulse, wie barrierefreies Bauen und Wohnen umgesetzt werden kann, und sich dieser Wunsch individuell erfüllen lässt."

Die Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen und der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr haben vereinbart, die Finanzierung des Vereins gemeinsam mit einer regelmäßigen Förderung sicherzustellen. Eine detaillierte Leistungsvereinbarung regelt die jeweiligen Anteile und beschreibt das Aufgabenspektrum, das vom Trägerverein kom.fort zu leisten ist. Am 17. Juni 2013 haben die Staatsräte beider Häuser die Zeichnung veranlasst.

"Der Interessenkreis für barrierefreies Bauen und Wohnen ist gewachsen", betonte Staatsrat Frehe. "Auch Familien mit Kindern und vorausschauende Bauherren nutzen zunehmend das Angebot der Beratungsstelle. So zeigt sich: Barrierefreiheit als Frage der Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, auch wenn es für Menschen mit Beeinträchtigungen natürlich von besonderer Bedeutung ist."

kom.fort wurde 2003 als Projekt der Sozialsenatorin und in Trägerschaft als Serviceleistung der Architektenkammer gegründet und war zunächst auf zwei Jahre Laufzeit ausgelegt. 2004 wurde kom.fort als gemeinnütziger Verein gegründet, finanziert vom Sozialressort. Von 2005 bis 2008 hat das Bauressort über Werkverträge und Zuwendungen kom.fort mit der Bearbeitung unterschiedlicher Themen – unter anderem Konzepte für gemeinschaftliches Wohnen und Qualitätsstandards – beauftragt und so zur Finanzierung beigetragen. Ab 2008 verstetigte das Sozialressort die Zuwendungen an kom.fort in Höhe von circa 43.000 Euro über den "Fonds für Innovationen und Strukturverbesserung". Der Bausenator gewährte ab 2008 ebenfalls in ähnlicher Größenordnung eine Zuwendung, die sich auf die Beratung von barrierefreien Wohnungsanpassungen für Mieter und Eigentümer bezieht, und die auch künftig fortgeführt wird.

Weitere Informationen:
Sabine Nowack, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen, Telefon: 361-2886;
E-Mail: sabine.nowack@soziales.bremen.de
Regina Schröder, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Telefon; 36-4045;
E-Mail: regina.schroeder@bau.bremen.de

kom.fort
Landwehrstraße 44 / Haferkamp 8, 28217 Bremen
Telefon 0421 790 11-0
Mail: info@kom-fort.de
Online: www.kom-fort.de