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Senatskanzlei

Norddeutsche Länder erwarten positive Signale für digitales Radio zur Internationalen Funkausstellung


12.04.2001

Anlässlich eines Treffens in Hamburg haben sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien der norddeutschen Länder über das weitere Verfahren zur Einführung von T-DAB in Norddeutschland verständigt. Danach soll für den Hörfunk der Eintritt in die zweite Stufe des Sendernetzausbaus im VHF-Band von einer weiteren Marktbeobachtung abhängig gemacht werden. Die Chefs der Staats- und Senatskanzleien nehmen dabei in Aussicht, über einen Einstieg in die zweite Stufe des Regelbetriebs für digitales Radio (T-DAB) in Norddeutschland bis Ende 2001 erneut zu beraten und bis spätestens Ende 2003 hierüber eine Entscheidung zu treffen. Im Rahmen einer ersten Stufe ist digitales Radio zur Zeit im Großraum Hannover zu empfangen. In einer zweiten Stufe sollen die Großräume um die anderen Landeshauptstädte im Norden versorgt werden,


Die Chefs der norddeutschen Staats- und Senatskanzleien begrüßen, dass die "Initiative Marketing Digital-Radio" erklärt hat, in den nächsten drei Jahren mit einem Volumen von 20 Mio. DM intensiv für die Einführung von T-DAB werben zu wollen. Dabei werden spätestens zur Internationalen Funkausstellung (IFA) im Spätsommer dieses Jahres in Berlin deutlich positive Signale für die Einführung des Regelbetriebs von T-DAB erwartet. Eine bessere Marktakzeptanz wird nach Ansicht der norddeutschen Länder nur dann zu erreichen sein, wenn es der Endgeräte-Industrie gelingt, preisgünstige DAB-Empfänger anzubieten, wenn es vor allem für den mobilen Empfang attraktive Zusatzdienste gibt und die Kfz-Industrie beginnt, Neufahrzeuge serienmäßig mit DAB-Geräten auszustatten.


Weiterhin verständigen sich die norddeutschen Länder darauf, eine gemeinsame Bedarfsanmeldung für digitales, über die Antenne empfangbares Fernsehen (DVB-T) anzustreben. Die Frequenzsituation lässt es bislang zu, in einer ersten Stufe Versorgungsinseln für die Großräume Bremen und Hannover/Braunschweig festzulegen. Ein flächendeckender Umstieg wird sich nach Ansicht der Chefs der Staats- und Senatskanzleien der norddeutschen Länder nur realisieren lassen, wenn man bislang analog genutzte Rundfunkfrequenzen einsetzt und zusätzliche Frequenzen zur Verfügung stellen kann. Ziel ist es, mit dem Regelbetrieb von DVB-T in Norddeutschland möglichst bald zu beginnen.


Bei weiteren Nachfragen wenden Sie sich bitte an den Medienreferenten der Senatskanzlei, Ekkehard Siering, Telefon (0421) 361 – 2519.