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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

BLG kauft Lloyd Werft-Anteile

03.05.2013

Die Wirtschaftsförderung Bremen wird ihre Anteile an der Bremerhavener Lloyd Werft an die BLG verkaufen. Einer entsprechenden Vorlage des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat die zuständige Deputation am 2. Mai 2013 zugestimmt. Die BLG hatte entsprechendes Interesse bekundet, da der Aufbau und Erhalt von Offshore-Fertigungskapazitäten sowie der Aufbau und Erhalt von Kapazitäten für Umbau und Reparatur u. a. von Offshore Spezialschiffen im Interesse des Logistik-Konzerns steht. Gleiches gilt für eine abgestimmte Flächenbewirtschaftung rund um den Kaiserhafen. Wirtschaftssenator Martin Günthner begrüßte das Engagement der BLG: "Für BLG und Lloyd Werft können sich aus einer Zusammenarbeit Vorteile ergeben. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, trägt so zur Zukunftssicherung bei und ist damit im bremischen Interesse."

Die Wirtschaftsförderung Bremen (WfB) war im Jahr 2006 mit einem Anteil von 13,16 Prozent bei der Lloyd Werft eingestiegen. Diese Anteile werden jetzt für 4,8 Mio € an die BLG veräußert. Darüber hinaus beabsichtigt Bremen sich über die WfB an der Verbreiterung des Schwimmdocks III beteiligen. Zur Finanzierung werden die Erlöse aus den Anteilsverkäufen eingesetzt. Dafür will sich die WfB auch von ihren Anteilen an einem Dock der BREDO trennen. Im Ergebnis wäre die WfB dann mit 8,5 Mio. E an einem modernisierten Großdock beteiligt. Die Werftindustrie in Bremerhaven bekäme ein Dock in einer Größe, in dem Kreuzfahrtschiffe, Containerschiffe oder Autocarrier gedockt und damit die Vorteile der neuen Kaiserschleuse auch für die Werft genutzt werden können. Günther: "Ziel ist es, mit dem Anteilsverkauf die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Werftenstandort Bremerhaven nachhaltig gestärkt wird."