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Senatskanzlei

Europawoche 2013 in Bremen und Bremerhaven

"Europapass" ist Vision und Programmheft

30.04.2013
Der Europapass, jpg, 97.4 KB
Ein "Europapass" - Vision und Programmheft

Die diesjährige Europawoche wird offiziell vom 4. bis 12. Mai 2013 in Bremen, in Bremerhaven sogar vom 23. April bis 30.Mai 2013 durchgeführt, weil es so viele Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Kultur, Soziales, Jugend und Bildung gibt, die gerne mit ihren Veranstaltungen an der Europawoche präsent sein möchten.
Koordiniert wird die Reihe von der Europaabteilung der Bevollmächtigten der Freien Hansestadt beim Bund und für Europa. Die Koordination wurde bereits im letzten Jahr begonnen und am 13. März 2013 mit einer dritten Runde der Beteiligten beendet.

Warum ein Europäischer Reisepass als Programm?
Das Europäische Jahr 2013 ist das Jahr der Bürgerinnen und Bürger. Damit sollen die mit der Unionsbürgerschaft verbundenen Rechte in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gebracht werden:

  1. Recht auf Freizügigkeit und freie Wahl des Wohnortes innerhalb der EU sowie
  2. Recht auf Nichtdiskriminierung aufgrund der Staatsangehörigkeit,
  3. aktives und passives Wahlrecht,
  4. Petitionsrecht,
  5. Beschwerderecht,
  6. Recht auf konsularischen Schutz und das
  7. Recht der Europäischen Bürgerinitiative.

Mit dem Europäischen Reisepass wird eine Vision kommuniziert: Die Vision einer gemeinsamen europäischen Identität, die durch einen gemeinsamen Pass verkörpert wird.
Einige Veranstalter haben sich des Themas angenommen und sich in ihren Angeboten auf verschiedene Aspekte der Unionsbürgerschaft fokussiert. Im Vorwort zum Europäischen Reisepass, der "zum grenzenlosen Reisen durch die Veranstaltungen der Europawoche in Bremen und Bremerhaven berechtigt", gibt die Bevollmächtigte Informationen zur Unionsbürgerschaft sowie Impulse zur kritischen Diskussion derselben. Damit deutet sie auf den Charakter der bremischen Europawoche hin, die sich als Impulsgeber für Dialog, Diskussion und Austausch mit den Bremerinnen und Bremern versteht.
Das Programm in Bremen und Bremerhaven hat bereits in der vergangenen Woche begonnen, u.a. mit einer Veranstaltung zu den deutsch-französischen Beziehungen. In diesem Moment findet im EuropaPunktBremen ein Antiziganismus-Workshop statt.
Insgesamt werden über 60 Veranstaltungen durchgeführt: Nicht nur Vorträge (z.B. zur Einklagbarkeit von Grundrechten der EU mit Prof. Reich oder zur Frauenquote mit einem Vertreter der Europäischen Kommission) und Podiumsdiskussionen (z.B. zur Entwicklungspolitik der EU, zur Chancengleichheit in Europa oder zur Gesundheitsversorgung von Patienten aus Bulgarien und Rumänien), sondern ebenso "niedrigschwellige" Straßenaktionen (z. B. zum Europatag oder die "Right-Seeing"-Tour "Du hast Recht!") oder aber intensive Workshops (z.B. zum Antiziganismus in Europa oder zur Zukunft Europas) und andere Infoveranstaltungen (z.B. zu Freiwilligendiensten).
Außerdem sind Studienfahrten (z.B. nach Straßburg) und Bildungsurlaube (z. B. zum Fairen Handel und EU oder zu den „neuen Sorgenkindern der EU“, Slowenien, Kroatien, Montenegro) im Programm aufgeführt. Ebenso gibt es natürlich Aktionen für Kinder (z.B. eine Kinderspieldisco „Europa“ oder eine Europa-Rallye) und Jugendliche (z.B. verschiedene Planspiele oder der Contacta-Bus in Bremerhaven).

Staatsrätin Ulrike Hiller verteilt den
Staatsrätin Ulrike Hiller verteilt den "Europapass" in Bremen

Veranstaltung der Europaabteilung im EuropaPunktBremen:
"Denken, Reden, Austauschen"

Vom 6. bis zum 10. Mai 2013 werden Bürgerinnen und Bürger zur interaktiven Plattform "Denken, Reden, Austauschen. Neue Ideen zu Europa!" in den EuropaPunktBremen (EPB) eingeladen. Dabei gibt es die die Möglichkeit, sich vernetzt mit anderen Teilnehmenden über die Bedeutung, die eigene Sichtweise, Wünsche und Visionen zur Europäischen Union auszutauschen.
Diese Veranstaltung wird mit Unterstützung der Bremer Firma nextpractice realisiert, die zu diesem Zweck das erste Mal diese Methode nextmoderator zur "vernetzten Ideensammlung" einsetzt, um von Bürgerinnen und Bürgern in Erfahrung zu bringen, was sie von Europa wünschen und erhoffen. Nextpractice verwendet hierzu ihr Programm "nextmoderator", das einen strukturierten und synchronen Austausch ermöglicht. In einem vor Ort installierten Netzwerk aus Laptops ermöglicht "nextmoderator" einen strukturierten und synchronen Austausch.
Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen. Anmeldungen zu "Denken, Reden, Austauschen" bitte unter Telefon (0421) 361-83375 oder unter Email epb@europa.bremen.de.
Die Ergebnisse der Gruppenworkshops sollen unter der Schirmherrschaft der Bevollmächtigten Bremens beim Bund und für Europa am 20. August 2013 auf einer Veranstaltung vorgestellt und diskutiert werden, zu der neben der interessierten Öffentlichkeit auch alle TeilnehmerInnen von "Denken, Reden, Austauschen" im Rahmen der Europawoche eingeladen werden.
"Denken, Reden, Austauschen" wird in Kooperation und mit finanzieller Unterstützung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland durchgeführt.

Mehr Informationen zu der Europawoche: www.europa-in-bremen.de

Foto: Pressereferat der Bevollmächtigten beim Bund und für Europa
Foto: Senatspressestelle