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Der Senator für Kultur

Bremer Denkmalpflegepreis 2013 wird ausgeschrieben

Bürgermeister Böhrnsen: "Historische Bausubstanz ist Ausdruck bremischer Kulturgeschichte"

25.04.2013
Bürgermeister Jens Böhrnsen und Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki, jpg, 49.3 KB
Bürgermeister Jens Böhrnsen und Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki

"Sehr gern habe ich erneut die Schirmherrschaft für den Bremer Denkmalpflegepreis übernommen. Diese Auszeichnung würdigt die Leistung von Menschen, die sich um den Erhalt historischer Bausubstanz im Land Bremen verdient gemacht haben." Mit diesen Worten startete der Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen, am heutigen Donnerstag, 25. April, die Ausschreibung für den zweiten Bremer Denkmalpflegepreis.
Bürgermeister Böhrnsen: "Unsere beiden Städte werden in hohem Maße von unseren Denkmälern geprägt, sie tragen nachhaltig zum Stadtbild, zur Lebensqualität und zur Attraktivität bei. Mehr noch: Sie sind Ausdruck unserer Kulturgeschichte. Ich begrüße es sehr, dass das Engagement in diesem Feld auch geehrt wird und danke allen am Projekt beteiligten Partnerinnen und Partnern für ihre Unterstützung."

Bewusstsein für Denkmäler schärfen

Ins Leben gerufen wurde der Preis, der zum zweiten Mal an Bauherren, Architektur- oder Ingenieurbüros und Handwerksbetriebe vergeben wird, vom Landesamt für Denkmalpflege und der Bremer Aufbaugemeinschaft. Unterstützung kommt von der Handelskammer, der Architektenkammer und der Handwerkskammer in Bremen sowie der IHK Bremerhaven. Medienpartner sind Weser-Kurier und Nordsee-Zeitung.
"Ausgezeichnet werden besonders engagierte Leistungen zum Erhalt und zur Pflege von Baudenkmälern in Bremen und Bremerhaven", erläutert Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki. So solle das Bewusstsein für die Denkmäler sowohl als Kulturgut wie auch als Standortfaktor geschärft werden. "Mit dem Denkmalpflegepreis wird ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung geleistet", betont Uwe A. Nullmeyer, Vorsitzender der Aufbaugemeinschaft. Denkmalschutz und Denkmalpflege erhielten damit eine noch größere, nachhaltigere Bedeutung für das Stadtbild, den Tourismus und die Lebensqualität in unserer Stadt.

Günther Lübbe, Syndicus der Handelskammer, unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung von Kulturdenkmälern: "Die Vergabe des Preises zeigt, dass Denkmalschutz und wirtschaftliches Handeln sich in wunderbarer Weise ergänzen können, denn unsere Baudenkmäler spiegeln nicht nur unsere Geschichte wider, sondern bilden auch im Städtetourismus einen wichtigen Standortfaktor".
Die Architektenschaft, so Lars Lammers, Vizepräsident der Architektenkammer, begrüße die Fortschreibung des Preises: "Diese Auszeichnung befördert und dokumentiert den Erhalt von kultureller bedeutsamer Bausubstanz."
Christian Flathmann, Handwerkskammer, weist auf die hohen fachlichen Anforderungen bei der Arbeit an Denkmälern hin: "Deren Pflege und Erhalt setzt nicht nur höchstes handwerkliches Können voraus, sie ist für das Handwerk eine Herausforderung und gleichzeitig Verpflichtung für die nachfolgenden Generationen."

Einsendeschluss: 1. September 2013

Der Wettbewerb richtet sich an Handwerker, Architekten und Ingenieure, die an der Bauausführung beteiligt sind, sowie an öffentliche und private Bauherren. Bewerben können sich auch ehrenamtlich Tätige wie Vereine, Einrichtungen und Einzelpersonen. Ausgezeichnet werden können Denkmäler aller Art – als ein Einzelobjekt oder ganzes Ensemble bzw. Anlage. Es kann ein Gartendenkmal oder ein technisches Denkmal sein. Ebenso kommen bewegliche Denkmäler in Frage, beispielsweise denkmalgeschützte Schiffe. Bedingungen für eine Bewerbung ist: Die Sanierungsmaßnahme am Denkmal muss nach dem 31. August 2010 fertig gestellt sein, und es darf sich nicht um eine bereits früher eingereichte Bewerbung handeln.

Der Bremer Denkmalpflegepreis wird in vier Kategorien verliehen. Geehrt werden an der Bauausführung beteiligte

  • Handwerker,
  • Architekten oder Ingenieure,
  • öffentliche und private Bauherren sowie
  • Einzelpersonen, Vereine oder Einrichtungen, die sich mit ehrenamtlichem Engagement für den Erhalt eines Denkmals eingesetzt haben.

Die Preise bestehen aus einer Urkunde und einer Plakette, die am Denkmal angebracht werden kann; die Preisgelder belaufen sich auf insgesamt 3.000 Euro. Die beteiligten Medien werden zudem noch einen mit 2.500 Euro dotierten Sonderpreis vergeben.

Einsendeschluss ist der 1. September 2013. Eine Jury mit Vertretern der Initiatoren und Kooperations- bzw. Medienpartner unter Vorsitz von Professor Dr. Udo Mainzer, ehemaliger Leiter des rheinischen Amtes für Denkmalpflege, wird die Beiträge bewerten. Die Preisverleihung findet am 14. November 2013 im Bremer Rathaus statt.

Foto: Senatspressestelle