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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Privater Investor unterstützt Wohnumfeldverbesserung

Senatoren Stahmann und Lohse übergeben Bewohnertreff Rostocker Straße

15.04.2013
Ein symbolischer Akt: Unternehmer Gregor Baum überreicht der langjährigen Bewohnerin Türkan Küc einen riesigen Schlüssel zum neuen Bewohnertreff. Es flankieren: Anja Stahmann (links), Quartiersmanagerin Rita Sänze und Senator Joachim Lohse
Ein symbolischer Akt: Unternehmer Gregor Baum überreicht der langjährigen Bewohnerin Türkan Küc einen riesigen Schlüssel zum neuen Bewohnertreff. Es flankieren: Anja Stahmann (links), Quartiersmanagerin Rita Sänze und Senator Joachim Lohse

Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Wohnanlage Rostocker Straße/Ecke Stralsunder Straße in Gröpelingen ist heute (15. April 2013) der Neubau eines Bewohnertreffs an die Bewohner zur Nutzung übergeben worden. "Damit sind die Voraussetzungen für eine grundlegende Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen worden." Das sagte anlässlich der Eröffnungsfeier Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen. Gemeinsam mit Joachim Lohse, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, bedankte sie sich bei dem privaten Investor, der die Sanierung in enger Zusammenarbeit mit dem Bauressort, dem Amt für Soziale Dienste im Sozialzentrum Gröpelingen/Walle und dem Quartiersmanagement geplant und umgesetzt hat.

"Es gab gravierende Mängel in der Wohnanlage", sagte Gregor Baum, Geschäftsführer der in Hannover ansässigen BAUM Holding GmbH. Sie verwaltet derzeit rund 5000 Wohnungen in Hannover, Oldenburg, Delmenhorst und Bremen. "Es ist Philosophie der BAUM Unternehmensgruppe, unsere Immobilien langfristig und nachhaltig zu bewirtschaften", so Gregor Baum weiter. "Daher war es uns von Anfang an wichtig, nicht nur bauliche Mängel zu beseitigen, sondern darüber hinaus auch das Wohnumfeld zu verbessern."

Die umfassende Sanierung mit einem Volumen von etwa zwei Millionen Euro hat im Juni 2012 mit dem Abriss eines über Jahre leer stehenden Supermarktes begonnen. Es folgte die energetische Sanierung mit einer komplett erneuerten Fassade, die Beseitigung von baulichen Mängeln in den Wohnungen und die Renovierung sämtlicher Hausflure. Nun stehe nur noch die Neugestaltung der Außenanlagen mit Sitzgelegenheiten, Beeten und Grünflächen sowie ein Spielplatz an.

Der neue Bewohnertreff mit einem Investitionsvolumen von 360.000 Euro ist wesentlicher Bestandteil des Sanierungskonzeptes. Bei der baulichen Umsetzung waren über den Waller Beschäftigungsträger WaBeQ auch Langzeitarbeitslose aus dem Quartier eingebunden. Sie sollen auch Gelegenheit haben, die Sanierung der Außenanlagen mit zu gestalten. Der Entwurf für den Bewohnertreff stammt vom Architekten Ulrich Hock. Der größere Teil der Baukosten, nämlich 235.000 Euro, wurde aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt – Investitionen im Quartier" finanziert, das in Bremen beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr angesiedelt ist. Darüber hinaus hat der private Investor 125.000 Euro an Eigenmitteln bereitgestellt. In den neuen Räumen soll es ein wohnortnahes Angebot für Bildung und Freizeitgestaltung geben, sowie die Möglichkeit für gemeinsame Veranstaltungen der Mieter. "Ein solches Angebot wird eher genutzt, wenn es in der vertrauten Umgebung vor Ort unterbreitet wird", sagt Quartiersmanagerin Rita Sänze. "So können sich die Nachbarn aus vielen verschiedenen Kulturen begegnen, verstehen lernen und gleichzeitig ihre Chancen auf Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft verbessern."

Senator Lohse ergänzte: "Hier wird sichtbar, wie die Stadt und private Investoren die Quartiersentwicklung gemeinsam verbessern und damit eine Nachbarschaft deutlich aufwerten können."

Der Bewohnertreff reiht sich ein in eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Bremer Westen. Gröpelingen gehört seit 1999 zu den Fördergebieten des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt – Investitionen im Quartier". Die daraus unterstützten städtebaulich-investiven Vorhaben werden durch Projekte aus dem Bremer Programm "Wohnen in Nachbarschaften" (WiN) flankiert.
Die Entwicklung des Programms WiN und die Vielfalt der Projekte in 15 Fördergebieten skizziert die Broschüre "Wohnen in Nachbarschaften (WiN) – Stadtteile für die Zukunft entwickeln 1998 – 2012", die jetzt in einer zweiten Ausgabe erschienen ist. Mit WiN wurden seit 1998 knapp 2.600 Projekte mit 78.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und einem Volumen von gut 56 Millionen Euro finanziert.

Foto: Pressestelle, Senatorin für Soziales